Samstag, 19. März 2016

Drachenzähne tun nicht weh








  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.02.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 11.02.2016
  • Verlag : Kosmos
  • ISBN: 9783440148242
  • Fester Einband 96 Seiten





Felix Blume ist ein ganz besonderer Junge. Er ist allein unter 4 Schwestern, den sogenannten Blümchen, die sich ständig zanken. Alle Erwartungen seines Vaters ruhen auf ihm, später mal seine Bäckerei zu übernehmen. Aber das ist natürlich Blödsinn, das geht ja nicht, denn Felix ist ja ein Drache. Dessen ist er sich ganz sicher, seit er mal seine Eltern belauscht hat und z.B. hörte „aus welchem Ei, ist der eigentlich geschlüpft?“ Jeden Tag tastet er auf seinem Rücken nach einem Schwanz oder Flügeln, aber sie wollen einfach nicht wachsen! Und warum begreift seine Familie nicht, in was für einer Gefahr sie sich befinden, es lauern doch überall Drachen! Aber die kann anscheinend nur Felix sehen, und daher beobachtet er sie ganz genau und schreibt alles in sein Drachenbuch auf, damit er sie besser vertreiben kann, ohne sie zu verletzen. Das bringt ihm bisweilen jede Menge Ärger und Stubenarrest ein.

Das Buch ist wunderschön illustriert. Schon das farbige Cover hat meine Jüngste fasziniert, da man das Buch komplett aufschlagen muß um es vollständig betrachten zu können. „Guck mal ein Puzzle!“ Das eine Schwester von Felix ihren Rufnahmen Ciska trägt, fand sie umso besser. Die Illustrationen sind auch im Buch zahlreich. Sowohl als witzige Schwarzweißzeichnungen oder als altrosa Schattenrisse von den verschiedenen Drachen. Einige Seiten sind dann auch komplett altrosa, was die Große (8,5) echt doof fand („Ich hasse rosa!“).

Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und fantasievoll. Mir hat vor allem die knurrige Oma Paradies gefallen, deren Lieblingsausspruch „Alles Dreck“ ist. Sie scheint dement, mit lichten Momenten, zu sein, aber sehr liebevoll.

Durch die Drachensteckbriefe, die die verschiedenen gefährlichen Drachenarten charakterisieren, soll das Buch wohl aufgelockert werden. Es macht dieses Buch zu etwas besonderem, es hat uns aber immer wieder aus dem Geschichtenfluß gerissen. Manchmal mußten wir lächeln oder lachen, aber selbst das süße Ende, hat es nicht ganz geschafft unser Herz zu erreichen. Im letzten Kapitel wird der Buchtitel erklärt, bis dahin habe ich über dessen Bedeutung gerätselt.

Ein schönes Kinderbuch für erfahrene Erstleser im 2. Schuljahr oder 3. Klässler. Mit den vielen Bildern aber auch zum Vorlesen geeignet. 4 von 5 Sternen!