Montag, 15. August 2016

Der fabelhafte Regenschirm







  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 25.07.2016
  • Verlag : Loewe
  • ISBN: 9783785584347
  • Fester Einband
  • Genre: Kinderbuch 

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Es sind Ferien, das Wetter ist ätzend und Ella und ihr jüngerer Bruder Paul sind bei Opa, einem Meteorologen mit Leib und Seele und einer stetig wachsenden Regenschirmsammlung. Während eines Versteckspiels im Schrank finden sie einen alten staubigen Schirm. Opa kennt ihn nicht und erlaubt, den Kindern und Hund Cirrus, ihn im Garten zu öffnen. Kaum ist der Schirm geöffnet, finden sich Ella, Paul und Cirrus in einer fremden Stadt wider, in der nichts so ist, wie es sein sollte. So wird den Kindern unmißverständlich klar gemacht, daß Hunde nicht an die Leine, sondern auf die Weide eines Bauernhofs gehören! Schafe und Kühe hat man Gassi zu führen, aber doch keine Hunde und schwups ist Cirrus eingefangen und wird weggebracht.

Die Kinder leihen sich Fahrräder die man rückwärts treten muß und folgen ihrem Hund…..

Dies ist der Auftakt einer neuen Kinderbuchreihe in der die Kinder Ella und Paul mittels des fabelhaften Regenschirms in verschiedene Zeiten und Orte transportiert werden und doch Aufgaben zu lösen haben. Ab Band 2 werden dann auch die Nachbarskinder Ben und Nina mit von der Partie sein.

Dieses Kinderbuch läßt sich gut von lesestarken Kindern ab Mitte 2. Schuljahres lesen, für solche, die es mit dem Lesen nicht so haben, ab dem 3. Schuljahr.

Ich habe mir dieses Buch von meiner ältesten Tochter in den Ferien zwischen dem 3. Und 4. Schuljahr vorlesen lassen. Bei ihr scheinen die Buchstaben immer zu tanzen, so ganz kann ich einige ihrer Leseprobleme nicht nachvollziehen (z.B. das Verwechseln von Was und Das), da hilft daher nur tägliches Üben. Aus diesem Grund hat mich bei diesem Buch sehr angesprochen, daß es nicht so viele Seiten hat, viele kindgerechte Illustrationen und nicht so vollgeschriebene Seiten. Das gibt Kindern ein tolles Erfolgserlebnis!

Auf Grunde dessen ist die Geschichte jetzt nicht so wahnsinnig tiefgründig und mich hat sie nicht wirklich mitgerissen. Meiner Tochter hat sie jedoch gut gefallen und ist hat von sich aus geäußert mir danach Band 2 vorlesen zu wollen (Üben muß sie ja eh, aber wir suchen halt immer geeignete Bücher, die ihr auch gefallen). Einige Begriffe kannte sie nicht, die mußte ich ihr erklären. Gerade die englischen Begriffe waren für sie nicht so leicht, weshalb ich lieber Kinderbücher deutscher Autoren wähle, es erspart den Kindern unnötige Frustrationserlebnisse, gerade wenn sie selbstständig lesen.

Die Kinder sind sympathisch, aber nicht wirklich mit eigenen Charakteren ausgestattet, der Fortgang der Geschichte steht im Vordergrund und nicht die persönliche Entwicklung der Kinder. Die Spannung ist mäßig und somit ist es auch für sensible Kinder gut geeignet. Ich persönlich finde die Geschichte nicht völlig schlüssig, aber es ist ja ein Kinderbuch und meiner Tochter gefiel es wie gesagt gut.

Von der Aufmachung her, erinnerte mich das Buch sehr an die Magische Baumhausreihe desselben Verlages. Eine Parallele, die meiner Tochter nicht auffiel, da sie diese Geschichten nicht lesen, will, sondern lieber hören.

Das Cover ist schön bunt und witzig und die Mischung aus Mattdruck und einigen glänzenden Elementen gefiel meiner Tochter sehr gut. Es sind vorne im Klappeneinband die Hauptpersonen Ella und Paul mit Hund Cirrus abgebildet und noch 2 Kinder. Mit Ella, Paul und Cirrus fing die Geschichte auch an, aber erst im letzten Kapitel werden die Nachbarskinder Nina und Ben in die Geschichte eingeführt. Das hat meine Tochter die ganze Zeit während des Lesens echt beschäftigt: Wo sind Nina und Ben? Das war auch nicht so gut für die Konzentration, weil sie immer blätterte, ob sie denn nun endlich kämen?! Für mich, hätten die zwei auch ruhig erst in die Einband Illustration des zweiten Bandes Rettung für das Zebra aufgenommen werden können.

Also, von mir bekäme das Buch 3 Sterne, als ganz nett. Meiner Tochter als Zielgruppe hat es aber gefallen, angeblich genauso gut, wie die übrigen Bücher die wir in den Ferien gelesen haben. Da sie bei den anderen Büchern aber viel mehr lachte und auch mehr mit mir über den Inhalt diskutierte und die Geschichte weiterspann, interpretiere ich es als gute 4 von 5 Sternen meiner 9 jährigen Tochter.