Freitag, 23. September 2016

Die Eifel fiebert mit!


Ja, in der Eifel wird nicht nur gemordet! Es wird auch gelesen! Wir können so ziemlich alles, außer fotografieren ;-). Denn mit meinem Fototalent bringe ich unseren Blognerd schon mal wieder an den Rande des Wahnsinns. Dabei wollte ich es doch diesmal unbedingt besser machen!
Frohgemut ging ich in Begleitung von Kollege Bene (mit moderner digitaler Spiegelreflex) und Freundin Johanna in die Buchhandlung Anker Buch am 13.9.16 zur Autorenlesung aus dem aktuellen Krimi: Eifelfieber von Andreas J. Schulte.
Der Krimi hat mir so gut gefallen (aber das schrieb ich jaschon), daß ich mich noch nicht so schnell von der Geschichte trennen wollte.
Es war meine erste Lesung in der Buchhandlung, weil ich die Termine meist erst hinterher aus der Zeitung erfahre, aber ich mache ja Fortschritte! Daher war ich überrascht, daß es zur Einstimmung erst einmal Eifler Krumbiereschlot (keine Ahnung, ob der hiesige Kartoffelsalat nun auch wirklich so buchstabiert wird) mit Kellerbier passend zur Geschichte (denn dort gibt es Kalles Keller Bier) und Mineralwasser passend zur letzten Lesung (einer der Kurzkrimis aus "Wer mordet schon in der Eifel?" dreht sich um den Eifler Mineralwasserflaschenkönig), Eifelbrot mit Frischkäse angeboten bekam.
Die Lesung war wie nicht anders zu erwarten (Bene und ich hatten den Autor ja bereits bei der Kriminacht erlebt) gut verständlich und lebhaft. Überrascht wurden wir aber, daß der Autor die Lesung noch mit Einspielungen der SWR1 Moderatoren Steffi Stronczyk und Michael Lueg belebte. Sobald diese im Buch Informationen über das Radio verbreiteten, erschallte an der entsprechenden Textstelle die Stimme der Moderatoren! Toll! Wir lernen: 1. wer nett fragt, bekommt meist nette Unterstützung, auch von Moderatoren und 2. in der Eifel wird nicht nur gemordet!
Natürlich gab es auch die Gelegenheit sich sein Buch signieren zu lassen und Fragen zu stellen. Dabei wurde die Frage aufgeworfen, wie denn ein Ermittler mit einem Handicap ankommt. Also, wenn ich es schaffe, mich in einem Mann als Ermittler hineinzuversetzen, dann ist doch wohl die Anzahl seiner Unterarme unerheblich, oder?
Aber über die Morde zu lesen und zu hören lohnt sich! Versprochen! Denn nicht nur wir, sondern auch das übrige Publikum in der ausverkauften Buchhandlung hat den Abend sichtlich genossen.
Wer sich nun ärgert, sowohl die Lesung am 3.9.16 zu „Wer mordet schon in der Eifel“ als auch am 13.9.16 bei Anker Buch verpaßt zu haben, der hat noch die Chance dies zur Langen Krimi-Lesenacht in Andernach am 4.11.2016 zu ändern, im atmosphärischen Alten Rathaus. Wer findet, daß es sich nicht lohnt nur für eine Krimilesenacht nach Andernach zu kommen, der kann sich gerne noch in dem Krimi-Freizeitführer (Verlag Gmeiner) „Wer mordet schon in der Eifel“ Freizeittipps für den Tag davor heraussuchen. Denn wie der Autor schon in seiner Einführung zu Recht anmerkt: die Eifel ist zwar Deutschlands Regionalkrimi Region Nr. 1, aber im Westerwald passieren viel mehr und viel schlimmere Verbrechen! (Wie gut, daß Eifel und Westerwald durch den Rhein klar getrennt sind ;-))
Und weil tatsächlich nicht nur bei uns gemordet wird, wird es im Frühjahr 2017 auch noch „Wer mordet schon in Bonn?“ des Autors geben.
Ein besonderer Dank gilt dem Autor, der mir mit einem Bild aus der Patsche half, als wir feststellten, daß sich keine Speicherkarte in der hochauflösenden Kamera befand! Aber wer nett fragt, bekommt ja geholfen, wie wir gelernt haben ;-).