Donnerstag, 13. Oktober 2016

Palalu, die Zauberkuh

Tolle Illustrationen,etwas enttäuschender Text


von Pazit Sarit Schraga mit Bildern von Celine Geser

Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
Verlag: Der Taugenichts Verlag
ISBN-13: 978-3981564617
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 24 Monate - 8 Jahre
Genre: Bilderbuch

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Die kleine Anneliese läuft voller Freude in ihrem blauen Kleid und den roten Lackschuhen über eine bunte Blumenwiese und staunt über die prächtigen Farben ringsherum. Als sie auf die Kuh Palalu und ihr Kälbchen Sue trifft entspinnt sich schnell ein Gespräch über Farben, Annelieses Schuhe, Tag und Nacht.

Kann Palalu recht haben und all die schönen bunten Farben werden nachts zu einem einheitlichen Grau? Anneliese erschrickt, denn sie hat gar nicht auf den Weg geachtet und weiß nicht mehr, wie sie nach Hause kommt. Wie soll denn ihre Mama sie wiederfinden, wenn sie sie nicht sieht?

Zum Glück aber ist Palalu ja eine Zauberkuh und weiß Rat…


Wie schon der Klappentext verrät, erzählt die Autorin Pazit Sarit Schraga eine zauberhafte Geschichte über die Farben des Tages und der Nacht. In Versform führt uns die Autorin durch ihre Geschichte. Dabei werden immer wieder Silben mit U in die Länge gezogen, um das Muuuuuh von Palaluuuuu darzustellen. Meinem dreijährigen Sohn gefiel das gut, ich selbst empfand es beim Vorlesen als nicht immer ganz so einfach. Dennoch finde ich die Idee gelungen. Schwerer habe ich mich mit der Reimform getan, dann an mehr als einer Stelle ist der Text etwas holprig und ich hatte das Gefühl, dass einfach nur krampfhaft nach einem passenden Reim gesucht wurde. Dadurch wurde das Lesevergnügen etwas eingeschränkt.

Auch über einen Satz bin ich gestolpert, der mir in diesem Buch auch für die Jüngsten einfach nicht gefiel. So heißt es, dass Palalu kalt zu Anneliese sagt, dass es bald Nacht wird und ihre Mama sie im Dunkeln nicht finden kann. Gerade an dem Wörtchen „kalt“ habe ich mich sehr gestört, zumal es nicht zu der ansonsten hilfsbereiten Palalu passt, die ja letztlich doch hilft, dass Anneliese gefunden wird. Das ist allerdings natürlich ein sehr subjektives Empfinden.

Ansonsten finde ich die Geschichte schön und vor allem der Unterschied zwischen Tag und Nacht wird toll und kindgerecht dargestellt. 


Die bezaubernden Illustrationen von Celine Geser runden das Buch perfekt ab und machen für mich den großen Reiz dieser Geschichte aus.

Bei Tag leuchtet einen ein Meer aus Farben an und man kann Annelieses Freude wunderbar nachempfinden. Selbst die Bilder bei Nacht scheinen zu leuchten. Es gibt viele kleine Details zu entdecken und gerade mein Sohn hat sehr viel mehr Freude daran, durch das Buch zu blättern und mir zu zeigen, was er alles gefunden hat, als der Geschichte zuzuhören.

Die Schrift trägt zum lebendigen und heiteren Ausdruck des Buches bei, denn der Text befindet sich mal rechts, mal links, mal oben, mal unten auf der Seite und auch die Schriftgröße variiert. Dadurch werden einzelne Worte oder Zeilen besonders hervorgehoben und betont.

Mein Fazit: Ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch, das besonders von den wunderbaren Illustrationen lebt, die so manche Schwäche im Text ausgleichen können. Für den Text allein hätte ich nur zwei bis maximal zweieinhalb Sterne vergeben, für die Illustrationen fünf, macht also insgesamt vier.