Montag, 17. Oktober 2016

Sternenschiff Argon: Der Wolken-Planet






  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 06.09.2016
  • Verlag : Coppenrath
  • ISBN: 9783649668541
  • Fester Einband 160 Seiten
  • Genre: Kinderbuch 

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In Band 1 dieser Serie sollten die Geschwister Mathegenie Alex (11) und seine furchtlose Schwester Lizzy Viante (10) die Sommerferien bei ihrem Großvater, dem Raumfahrtspionier Odysseus Viante verbringen. Doch in dessen Hütte am See in der Wildnis treffen sie nur einen rotgetigerten Kater, der sich als Außerirdischer entpuppt und sie auf ein riesiges Raumschiff mitnimmt. Gemeinsam mit Kater Bo(gus), der ein ausgezeichneter Techniker entpuppt, durchforsten sie das All auf der Suche nach dem durch einen zerbrochenen Sternenfallspiegel ins All gestürzten Großvater.
Nach ihrem überstürzten Aufbruch vom Planeten Gandion steuern die 3 Abenteurer den Planeten Anthropia an, einen von Odysseus als ausgesprochenen freundlichen und farbenfrohen beschriebenen Himmelskörper an. Doch diese Beschreibung trifft nicht mehr zu. Mit Erschrecken stellen sie fest, daß es sich um fliegende Erdschollen in einem Gaswolkenfeld handelt, in dem es total düster und kalt ist und alles von einem zentralen Kraftfeld angezogen wird. Die Gebäude sind ebenso schwarz wie die Kleider und Gesichter der ausgemergelten Bewohner. Die einst so liebevolle fröhliche Herrscherin ist eines Tages plötzlich eiskalt und herzlos geworden. Die Bewohner die Xindi, die Hüter der quallenähnlichen Xindaii, bitten die Geschwister ihnen zu helfen, sie von ihrer fürchterlichen Königin zu erlösen.
Die Geschichte ist ein rasantes und ausgesprochen phantasievolles Abenteuer! Die Suche nach den Siegelsplittern im All, ist zwar nicht ganz neu, der Wolkenplanet Anthropia und seine Bewohner sind jedoch völlig einzigartig. Auch wenn die Kinder und die Untergebenen die ursprüngliche Harmonie auf dem Gasplaneten wieder herstellen wollen, ist dies keine Gemetzelgeschichte. Hoffnung, Köpfchen und der Glaube an das Licht und Farben sind die Stärken der jungen Entdecker, denen klar ist, daß sie kämpfend gegen eine ganze Armee keine Chance haben. Das ist auch gut so, denn Gewalt sollte ja nicht die Lösung in einem Kinderbuch sein. Dabei ist die Geschichte nach wie vor mysteriös, da immer noch ein unheimlicher Schatten auf dem Sternenschiff Argon unterwegs ist. Allerdings haben nun sowohl Bo, als auch Lizzy und Alex ihn gesehen. Zu dem jeweils aktuellen Abenteuer gehört die Geschichte zu dem roten Faden der die einzelnen Bände verbindet. Dazu gehören auch die jeweils immer wieder auftauchenden Auszüge aus Odysseus Sternenlogbuch. Diese Einträge bringen den jungen Lesern auf graphisch abgesetzten Seiten sowohl Einblicke in die Erkenntnisse des Weltraumpioniers, als auch werfen sie stets neue Rätsel und Fragen auf. Die Streichungen und Anmerkungen von Odysseus in seinem „Tagebuch“ lassen dabei aber auch schmunzeln, da man nachlesen kann, wie der Alien-Kater dem alten Sternfahrerbär immer mehr ans Herz wächst, bis die zwei fast unzertrennliche Freunde sind. Tja, wenn Odysseus nicht verschwunden wäre, wäre sie wohl immer noch vereint….
Aufgrund der Schriftgröße richtet sich dieses Buch an geübtere Leser ab frühestens 8 Jahren, zum Vorlesen eignet es sich aber auch schon früher. Meine Töchter sind seit Band 1 (als sie noch 8 und 6 waren) große Fans. Klar, immerhin ist Lizzy furchtlos und gewitzt, während Alex als neuer Kapitän eher der vergeistigte Typ ist und etwas zaghaft. Klar, ihm sind die Gefahren die vor ihnen liegen immerhin im vollen Umfang bewußt! Dennoch finden wir, daß das Buch gleichermaßen Jungs wie Mädels anspricht. Auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist, empfehlen wir, mit Band 1 anzufangen. Dann ist die Wartezeit bis zu Band 3 auch nicht so lange….
Die Autoren Derek und Marion Meister, kennen und lieben sich bereits ihr halbes Leben, und schreiben mal gemeinsam (Kinderbücher), mal getrennt (Thriller Derek und Krimis Marion, allerdings unter dem Pseudonym Mareike Marlow). Mehr von den beiden erfährt man auch im Interview: http://nichtohnebuch.blogspot.de/2016/10/doppelinterview-mit-marion-und-derek.html=