Montag, 28. November 2016

Zitate aus dem Buchland von Markus Walther

Hier ein paar meiner Lieblingssätze aus dem Buch Buchland von Markus Walther.
Ich hoffe diese werden euch genauso gefallen wie mir- und vielleicht werdet ihr ja eben wegen dieser Zitate das Buch lesen wollen... 





Markus Walther, Buchland - Seite 9

Buchstaben, Worte, Zeilen. Sie entführten mich in eine andere Zeit, lange vergangen.

Markus Walther, Buchland - Seite 12

Erwecken Sie das Papier in ihrer Hand mit ihrer Stimme zum Leben und geben Sie ihm dadurch Bedeutung.

Markus Walther, Buchland - Seite 17

Der Kosmos ist ein Kunstwerk und seine Betrachter erheben es erst aus de Bedeutungslosigkeit. Genauso verhält es sich mit Autoren und ihren Büchern.
Erst durch den Leser erfüllen die Wörter ihre Bestimmung.

Markus Walther, Buchland - Seite 17

Einen Text zu zerlegen, zu diskutieren, zu analysieren - das ist nicht wirklich lesen. Da ist nur Versand. Kein Herz. Keine Seele.

Markus Walther, Buchland - Seite 29

Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters. Nehmen Sie einen beliebigen Roman: Alles, was der Erzähler in Worte fasst, ist aus der Sicht seiner Protagonisten ohne Frage wahr.
Es ist deren Realität.

Markus Walther, Buchland - Seite 49

Bücher können Medizin sein.

Markus Walther, Buchland - Seite 59

Bücher sind die Gefäße der Geschichten. Sie geben den Rahmen. Autoren, Schriftsteller, Poeten: Sie füllen sie mit Sinn und Unsinn. Das macht die Bücher zum Werkzeug der Kultur. Sie sind das Sprachrohr der Menschen.

Markus Walther, Buchland - Seite 61

Buchstaben können alles sein. Ganze Welten können sie verkörpern, auch wenn sie für sich allein genommen nur Nadelstiche im körperlosen Raum sind.

Markus Walther, Buchland - Seite 77

Im Realen verhalten wir uns oft nicht logisch oder vernünftig. Das ist der große Unterschied zu den Geschichten in Büchern. Dort muss alles Sinn ergeben.

Markus Walther, Buchland - Seite 99

Eine Geschichte entfaltet erst ihre Macht, wenn sie beseelt gelesen wird.

Markus Walther, Buchland - Seite 119

Das Auslassen von Geschehnissen ist eine Kunst für sich. In seiner Geschichte sollte man dem Leser Lücken lassen, damit er sie mit seiner Phantasie auffüllen kann.

Markus Walther, Buchland - Seite 124

Jede Geschichte ist es wert, erzählt zu werden. Doch man sollte sich dafür Zeit nehmen. Es kommt nicht darauf an, möglichst viel in die Welt zu rufen. Es kommt darauf an, die Welt mit dem gesagten zu bereichern. Schreiben ist Handwerk. Man kann es erlernen. Kreativität hingegen ist Kunst. Sie kommt aus dem Geist.

Markus Walther, Buchland - Seite 124

Mit Geist und Seele erwachen Bücher zum Leben. Verstand und Gefühl Hand in Hand ermöglichen erst die wahre Kunst.

Markus Walther, Buchland - Seite 148

Die Realität steht geschrieben. Das geschriebene ist Realität.

Markus Walther, Buchland - Seite 175

Das Land der Bücher ist schon immer ein Ort der Träume, Wünsche und Hoffnungen gewesen. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass es auch ein Land der unerfüllten Erwartungen und verborgenen Botschaften ist. Ich ermahnte mich, dies nicht zu vergessen.

Markus Walther, Buchland - Seite 183

Geflügelte Worte sind nicht einfach nur Zitate aus Büchern, die sich verselbstständigt haben. In der Ilias und in der Odyssee sind es vorgetragene Worte, die den Zuhörer auf Flügeln erreichen.

Markus Walther, Buchland - Seite 194

Wenn Worte den Geist emportragen, so muss ein Körper nicht verweilen.

Markus Walther, Buchland - Seite  203

Das Wahre hinter den Dingen geht viel zu oft hinter menschlichen Formulierungen verloren.

Markus Walther, Buchland - Seite 203 (aus sich des Todes)

Der Sinn des Lebens ist das Jetzt. Weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft bewegt sich das Individuum. Wie kann man Angst vor dem Sterben haben? Bei allem, was passieren kann, sollte man sich eigentlich davor fürchten zu leben. Die einzige Gewissheit bin ich. Und doch fürchtet man sich vor mir.

Markus Walther, Buchland - Seite 214

Die Bücher verstehen es, selbst dem ärmsten Geist die Welt zu erklären.

Markus Walther, Buchland - Seite 216 (von Tod)

Ist es der Egoismus der Hinterbliebenen, dass sie etwas, das sie hergeben mussten, beklagen? Ist es der Verlust? Oder ist es vielleicht die eigene Angst zu sterben?

Markus Walther, Buchland - Seite 221

Eine gute Geschichte rafft hin und wieder Ereignisse und lebt durch die Auslassung. Mochte der Leser doch die Lücken mit seiner Phantasie stopfen!

Markus Walther, Buchland - Seite 221

Dafür waren Bücher da: Die Realität und die Sicherheit eintauschen gegen alternative Wlten, die sich allein im Kopf entfalten.

Markus Walther, Buchland - Seite 222

Wir alle sind nur Worte im Buch des Universums.