Samstag, 31. Dezember 2016

Ist die Liebe nicht schön?






  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (10. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3956496000
  • ISBN-13: 978-3956496004
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INHALT:

Belle hatte es nicht immer leicht in ihrer Kindheit. Sie wuchs als Pflegekind bei vielen Familien auf, bis sie bei Tess einziehen durfte. Bei Tess hat sie endlich die Mutterliebe erfahren, die sich von ihrer leiblichen Mutter niemals bekam oder auch bekommen würde.
Gemeinsam mit ihrem Pflegebruder Jim erlebte sie tolle Jahre bei Tess, bis Jim wieder zu seiner Mutter ziehen durfte. In all den Jahren, als sie sich nicht mehr gesehen haben, hat Belle ihn nie vergessen, auch wenn er sich nie wieder gemeldet hat.
Als er dann eines Tages, als erwachsener Mann,  wieder vor der Tür steht, bemerken beide schnell, dass sie füreinander bestimmt sind. Gemeinsam mit Jim nehmen auch sie viele Pflegekinder auf, denen sie all ihre Liebe geben die sie haben.
Die Weihnachtszeit  ist für Belle die Schönste Zeit des Jahres – für sie gibt es nichts Schöneres als die funkelnden Lichter Dublins zu bewundern oder den Schnee untern den Schuhen knirschen zu hören. Weihnachten ist für sie die Zeit, in der ein Zauber in der Luft liegt.
Aber in diesem Jahr ist die Weihnachtszeit grau und trostlos, denn Belle ist dabei alles zu verlieren was sie liebt. Der Zauber der Weihnacht ist in diesem Jahr nicht da – bis ihr der kleine Engel Nora erscheint. Nora zeigt Belle, dass das Leben doch schön sein kann und das sie niemals den Mut verlieren soll.

MEINUNG:

Der Klappentext verrät ja nicht, dass es hier um die Geschichte von Pflegekindern und Pflegeeltern geht. Als ich dann mit dem Roman angefangen hatte und es bemerkte, hat er für mich direkt eine andere Bedeutung bekommen.
Ich habe mit Belle so einiges gemeinsam – die Sehnsucht nach einem eigenen Kind und diese große Aufgabe Pflegekinder zu begleiten. Dadurch kann ich Belle in so vielen verstehen und  mit ihr mitfühlen. Pflegekinder sind etwas wunderbares, auch wenn es nicht immer einfach ist. Aber ihnen die Liebe zu geben und ihnen eine schöne Kindheit zu schenken, ist jeden Tiefpunkt wert.
Belle, Jim und Tess sind wundervolle Menschen, die in diesem Buch einfach toll beschrieben werden. Ihre Herzlichkeit und Wärme konnte man auf jeder Seite lesen. Sie sind genau die Pflegeeltern, die Kinder brauchen, denen es nicht so gut geht.
Dieser Roman hat mich tief berührt, mitfühlen und mitleiden lassen. Als Belle ihr „geliebtes“ Pflegekind wieder abgeben musste, konnte ich so mit ihr mitfühlen. Unsere Pflegekinder werden zwar immer bei uns wohnen, aber alleine der Gedanke, ein Kind müsste wieder ausziehen, würde mir das Herz zerreißen.
Als Belle dann so verzweifelt ist, dass sie sich immer wieder wünscht niemals geboren worden zu sein, hätte ich sie am liebsten in den Arm genommen, aber das hat ja dann der kleine Engel Nora erledigt. Nora fand ich toll. Sie hat Belle gezeigt, wie das Leben wäre, wenn es sie nicht geben würde – ganz besonders auf Bezug der Pflegekinder und ihrem Schicksal.

FAZIT:

Nicht nur der Zauber der Weihnachtszeit, sondern auch der Zauber der Liebe, der Gefühle und der Sehnsucht. Ein wirklich toller Roman!