Sonntag, 18. Dezember 2016

Schöne Bescherung für Helene

von Ilona Mayer-Zach




  • Taschenbuch: 242 Seiten
  • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 1., 2016 (5. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839219035
  • ISBN-13: 978-3839219034
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Genre: Kriminalroman                                



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Kaum hat Helene den Trubel um ihren 50. Geburtstag verdaut, genießt sie die letzten vorweihnachtlichen Tage in Graz, ehe sie in Wien das Haus für die Feiertage mit der Familie herrichten will. Doch es kommt alles anders als geplant! In der Oper trifft sie zufällig ihren äußerst charmanten Nachbarn wieder, ihre Freundin Schulfreundin Theresa bittet sie, sie zur Beerdigung ihrer Oma zu begleiten, Geschäftspartner Bernd zieht einen Auftrag als Webdesigner an Land, den Helene bitte schön zu erfüllen hat, auch wenn sie so etwas noch nie gemacht hat…. Aber nicht nur der Kunde ich König, sondern auch die Familie ist es für Helene. Doch für wen ist sie die Königin? Als ihr Nachbar Emil Kisch immer aufmerksamer und zuvorkommender wird, bekommt Helene gleich Schmetterlinge in den Bauch, dabei ist sie doch glücklich verheiratet! Doch während sie fröhlich alles von sich erzählt, weiß sie fast nichts über ihn, dabei scheint er auch Theresa’s Familie als Onkel Emil bestens zu kennen. Will Theresa ihre Freundin vor ihm warnen? Helenes Gedankenkarussell spielt verrückt, was hat das alles zu bedeuten? Wird es dennoch wider Erwachten ein besinnliches Weihnachtsfest, auch wenn alle Ihre Lieben fern ab von ihr feiern?
Dieser entspannte Frauen-Krimi besticht durch viel weihnachtlich Grazer Flair! Ganz wunderbar zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Von daher ist es nicht actiongeladen und blutrünstig, sondern steirisch beschaulich, mit Lokalkolorit und dem Klatsch der kleineren Gemeinden (na ja, ganz so ein Dorf, wie Helene es bisweilen darstellt, ist Graz ja auch nicht, sie haben immerhin ein Opernhaus, wir noch nicht mal ein Kino ;)) Natürlich stolpert Helene mal wieder über eine Leiche, aber zumindest wird sie diesmal nicht abgestempelt als überspannt, oder sie habe es sich nur eingebildet. Nein, Leichen sind lästig, da ignoriert man sie lieber, ist ja so viel leichter, für’s Erste!
Und irgendwie steckt Helene immer gleich mittendrin! Denn nachdem ihr Arbeitsplatz weg rationalisiert wurde, hat sie ja Zeit ohne Ende und sucht die Herausforderung! Die findet sie dann auch! In vielerlei Hinsicht. Dabei habe ich einiges über Graz, die Steiermark und sogar Isländische Weihnachtsbräuche gelernt. Denn ja, auf Island gibt es kaum Bäume, da stellt ein Weihnachtsbaum, anders als in Graz, eine echte Herausforderung dar! In Graz gibt es aber alles was das Weihnachtsherz begehrt und als echter Weihnachtsfan backt Helene natürlich auch (wenn auch nicht für die Schwiegermutter). Helene’s traditionelle Weihnachtsrezepte hätte ich mir schon als Anhang gewünscht. Der Glossar österreichisch/steirischer Spezialitäten und Begriffe, sind aber für die meisten Leser hilfreicher, wie ich zugeben muß.
So muß auch die Leserin bisweilen Schmunzeln und wenn die Tannenbäume dann erst mal fliegen, dann darf’s vielleicht auch ein bißerl mehr sein.
Sehr gut gefielen mir einige Aspekte am Ende, die Helene unfreiwillig belauscht. Da mußte ich bis zu den Ohren grinsen. Auch Theresa’s Wende gefällt mir, aber ob ich mit Helenes Situation so ganz glücklich bin? Schaun ma mal…… Auf Helenes Ermittlungen im Fasching bin ich als Rheinländerin natürlich sehr gespannt und auch, ob sich ihre private Situation, zu meiner Zufriedenheit klärt!

4,5 von 5 Sternen, da Helene und ich uns wohl bei den Männern etwas uneins sind. Reine Frage der Intuition und da es ein Frauenkrimi ist, werte ich rein nach Bauchgefühl ;)
Ohne Witz, es liest sich toll, der Fall ist nicht langweilig und die Stimmung herrlich weihnachtlich entspannt mit einem kleinen Zwinkern…..