Donnerstag, 5. Januar 2017

Golden - Elisa und die dunklen Pforten

Ein phantastischer Auftakt


 
von Maria G. Noel


Format: Ebook
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 483 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Genre: Fantasy

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Die vierzehnjährige Elisa und ihre Tante Ariana stürzen im wahrsten Sinne des Wortes in eine fremde Welt. Während Elisa sich in Aquilien gleich wohlfühlt, Freunde gewinnt und sich in den sympathischen Erlwin verliebt, fällt es Ariana wesentlich schwerer sich einzuleben.

Da helfen auch die Geheimniskrämerei der Stadträte und der unheimliche Gunnar nicht weiter. Und wäre der Weltensprung an sich nicht schon beängstigend genug, befindet sich Aquilien in großer Gefahr. Morcusnacht steht bevor und damit möglicherweise der Untergang ganz Aquiliens. Eine alte Prophezeiung spricht von einem Mädchen, in deren Händen es liegt die Welt zu retten. Kann es wirklich Elisa sein, wie die Räte behaupten? Aber warum ist dann auch Ariana in Aquilien gestrandet?

Maria G. Noel hat es ein weiteres Mal geschafft, mich mit auf eine phantastische Reise zu nehmen. Durch ihre bildgewaltige Sprache und ihre Liebe zu Details ist Aquilien mit seinen Bewohnern direkt zum Leben erwacht und ich bin gemeinsam mit Elisa und Ariana in diese spannende Welt eingetaucht.

Neben der gelungenen Beschreibung der Umgebung, haben mich vor allem die Charaktere überzeugen können; allen voran Ariana und Elisa, denn gerade ihre unterschiedlichen Reaktionen auf die Geschehnisse wirken sehr realistisch. Elisa ist ein typischer Teenager und benimmt sich ihrem Alter entsprechend. Sie ist trotzig und stur, aber auch sympathisch und offen. Während sie voller Begeisterung ihre neue Umgebung erkundet ist ihre Tante eher zurückhaltend, skeptisch und hinterfragt Vieles. Dadurch ist sie nicht nur ein spannender Gegenpol zu Elisa, sondern auch zu den Stadträten Dominiak und Thurid, die ihr am liebsten gar nichts über die Bedrohung ihrer Welt und über die Prophezeiung verraten würden.

Für mich der spannendste Charakter ist aber Dominiaks Knecht Gunnar, der sich so gar nicht wie ein Bediensteter verhält und der ganz offensichtlich mindestens ebenso viele Geheimnisse birgt wie Dominiak selbst. Seine Rolle konnte ich zu keiner Zeit wirklich einschätzen und auch am Ende bin ich nicht wesentlich klüger gewesen was ihn anbelangt. Daher bin ich umso gespannter, wie er sich im nächsten Teil der Golden-Reihe entwickeln wird.

Mein Fazit: Ein äußerst gelungener Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe, der mich zwar mit vielen offenen Fragen zurücklässt, aber dennoch ein rundes Ende bietet und mich vor allem durch seine liebevoll entworfenen Charaktere und viele überraschende Entwicklungen überzeugen konnte. Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die Fortsetzung und vergebe sehr gerne 5 Sterne.