Samstag, 25. März 2017

Interview mit Lara Seelhof



Quelle Pressefoto: Tomfloor Verlag

Hallo Lara, ich durfte Dich ja bereits ein wenig in der Leserunde zu „Krallenspur“ kennenlernen und freue mich sehr, dass Du uns nun auch für unsere Leser ein paar Fragen beantwortest.

Würdest Du Dich bitte kurz vorstellen?
Ich bin eine etwas chaotische, kaffeesüchtige und tierverrückte neue Fantasy-Autorin, die ihre Leser mit in ihr „Kopfkino“ nimmt.

Wie heißt Dein Erstlingswerk und worum geht es?
In „Krallenspur“, geht es um die siebzehnjährige Celia. Sie ist ein ganz normales Mädchen, das bei ihrer Großmutter lebt, Freunde hat und sich zum ersten Mal so richtig verliebt. Allerdings hat der Junge ihres Herzens ein übernatürliches Geheimnis, das mit Dämonen zu tun hat und ihre Welt vollkommen auf den Kopf stellt und sie in Lebensgefahr bringt. Mehr kann ich gar nicht erzählen, denn sonst würde ich gleich alles verraten und was genau sich in Celias Leben ereignet, sollen die Leser schließlich selbst entdecken. Aber ich verspreche, dass es auf jeden Fall spannend wird und es nicht vorrangig um Vampire geht ….

Kannst Du Dir vorstellen mal in einem völlig anderen Genre zu schreiben? Einen Krimi oder etwas Historisches vielleicht?
Privat bin ich ein großer Agatha Christie-Fan und liebe Kater KOKO aus Lilian Jackson Brauns Krimireihe, aber wenn ich ein anderes Genre wählen würde, dann eher etwas aus dem Bereich Historisches.

Wie lange hat es von der ersten Idee zu „Krallenspur“ bis zum fertigen Buch gedauert?
Der Anfang von „Krallensspurs Entstehungsgeschichte“ liegt auf jeden Fall schon einige Jahre zurück. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann mir die Idee dazu gekommen ist. Irgendwann sind mir Celia und Cassian im Kopf „herumgespukt“, besonders während langer Autofahrten und gerade Celia war so nervig, dass ich dachte: „Okay, jetzt muss ich ihre Geschichte aufschreiben, sonst werde ich noch verrückt.“ Und dann waren irgendwann 1000 Seiten da, die dann nach weiteren Überarbeitungen von mir auf 700 eingedampft wurden. Im Verlag sind dann 600 Seiten zusammengekommen und mein erstes „Baby“ war geboren.

In deinem Buch gibt es zum Beispiel mit Zaphiro, Cassian und Veral einige eher ungewöhnliche Namen? Wie bist Du auf sie gekommen?
Cassian ist gar nicht so ungewöhnlich. Es ist ein italienischer Männername und es gibt sogar einen Heiligen mit diesem Namen. Ich habe ihn wohl irgendwann mal gelesen und bei der Namenssuche ist er aus dem Unterbewusstsein wieder „hervorgekrochen“.
Bei den anderen Namen kann ich gar nicht sagen wie sie entstanden sind. Wie Ideen zu einer Szene, sind sie irgendwann einfach da und es steht dann fest, dass ist die Figur mit genau diesem Namen.

Hattest Du Dir das Cover von Anfang an so oder so ähnlich vorgestellt?
Nein, ich hatte eine ganz andere Idee. Aber Elif meine geniale Zeichnerin, hat mir schnell klargemacht, dass das auf einem Cover nicht machbar ist. Zuviel Fantasie für zu wenig Platz! Aber ich bin trotzdem sehr glücklich mit dem Cover, denn ich wollte unbedingt einen Nicht-Mainstream-Bucheinband und hoffe, auch die Leser sind mal offen für etwas Neues.

Stell Dir vor, „Krallenspur“ wird verfilmt. Wenn Du es Dir frei aussuchen dürftest, hast Du spontan bestimmte Schauspieler für Deine Figuren vor Augen? Welche?
Ich wüsste zwar genau, wie die Schauspieler meiner Figuren aussehen müssten, aber ich hatte nur bei Celia eine wirklich reale Person im Sinn, die wunderschöne Nina Dobrev aus Vampire Diaries in jüngeren Jahren und mit blauen Augen.

Nachdem mit „Krallenspur“ Celias und Cassians Geschichte eigentlich abgeschlossen ist, hast Du schon ein neues Buchprojekt?
Ich denke, kein Schriftsteller kann aufhören, sich Geschichten auszudenken solange er lebt und natürlich „spuken“ schon wieder Figuren und Szenen in meinem Kopf durcheinander. Mal sehen, wer sich da durchsetzt.

Gibt es eine Figur aus Deinem Buch, mit dem Du Dich liebend gerne mal auf einen Kaffee zusammensetzen würdest?
Auf jeden Fall Zaphiro, den ich gerne Einiges fragen möchte, denn auch für mich ist er immer noch in vielerlei Hinsicht ein Rätsel.

Schreibst Du immer an einem bestimmten Ort und zu bestimmten Zeiten?
Wenn ich meinen Rücken schonen muss, schreibe ich immer brav an meinem Schreibtisch, aber dank Laptop geht es ja überall. Eine bestimmte Tageszeit habe ich nicht und auch keine regelmäßigen Zeiten. Ich schreibe, wenn es zeitlich geht und die Worte fließen und dann auch solange, bis es eben aus irgendeinem Grund nicht mehr geht. 

Was machst Du, wenn Du nicht gerade ein Buch schreibst? (Beruf und/oder Hobbies?)
Schon wieder über die nächste Geschichte grübeln und alles das was andere Leute auch tun, Spazieren und Eis essen gehen, putzen, Sport machen, in den Urlaub fahren.

Gibt es etwas, dass Dich beim Schreiben besonders stört oder im Gegenteil beflügelt?
Stören tut mich eigentlich selten etwas dabei. Ich kann sehr gut Dinge um mich herum ausblenden und vollständig abtauchen.
Aber wenn ich Zug oder Auto fahre und dabei Musik höre, habe ich die besten Einfälle für Szenen, dann schreibe ich im „Kopf“.

Ich habe gelesen, dass Du Tiere sehr gern magst. Hast Du selbst ein Haustier?
Aktuell nicht. Meine Katzen sind gestorben und ich finde, man muss erst genug trauern, bis man wieder offen für ein neues Lebewesen ist. Aber unser Nachbarskater besucht uns regelmäßig und sorgt so für ein bisschen tierische Gegenwart.

Wie würden Deine Freunde Dich beschreiben?
Wahrscheinlich würden sie sagen: „Hey Lara, ist ne ganz Nette. Sie ist ehrlich, auch wenn‘s wehtut, hilfsbereit, aber auch ganz schön chaotisch und gelegentlich etwas seltsam, wenn sie mal wieder in „ihrer Welt“ unterwegs ist.

Verrätst Du uns Dein Lebensmotto?
Lass Dich bloß nicht stressen! (So der Plan, aber leider gelingt es nicht immer.)


Da wir ein Buchblog sind, interessieren uns natürlich auch Deine eigenen Lesegewohnheiten!

Erinnerst Du Dich noch an Dein erstes selbst gelesenes Buch? Wenn ja, welches Buch war es?
Das war „Peterchens Mondfahrt“ von Gerdt von Bassewitz. In dem zauberhaften Märchen helfen die Geschwister Peterchen und Anneliese, dem Maikäfer Sumsemann sein sechstes Beinchen von dem bösen Mondmann zurückzuholen. Ein Lesetipp von mir für alle Kinder!

Welches Buch hast Du zuletzt gelesen und welches Buch liest Du aktuell?
Weil ich ja die ganze Zeit an „Krallenspur“ gearbeitet habe und inzwischen wieder mit einem neuen Projekt beschäftig bin, hatte und habe ich wenig Zeit selbst zu lesen. Aber das letzte Buch war die Autobiografie von Agatha Christie „Meine gute alte Zeit.“ Die habe ich in einem Antiquariat in Berlin entdeckt und musste sie unbedingt haben.

Hast Du einen Lieblingsplatz zum Lesen?
Auf dem Sofa oder draußen auf einer Bank.


Und zum Abschluß:

Was magst Du lieber?

Frühling oder Sommer?
Frühling, wenn alles blüht und die Vögel zwitschern und es schon manchmal so heiß ist, wie an einem richtigen Sommertag.

Kaffee oder Tee?
Eindeutig Kaffee.

Spinnen oder Schlangen?
Spinnen. Meine Bitte, bringt sie nicht um, sie tun doch gar nichts und wollen wie wir einfach nur leben.

Theater oder Konzert?
Weder noch. Ich bin ein echter Kulturbanause und höre lieber zu Hause Musik.
Einsame Insel oder Städtetrip?
Eindeutig die Insel.

Und wenn Du noch etwas loswerden möchtest, darfst Du Dich hier natürlich auch gerne noch frei entfalten.
Vielen lieben Dank für die Möglichkeit hier in eurem tollen Blog etwas über „Krallenspur“ und mich zu erzählen und ein dickes Dankeschön auch an dieser Stelle natürlich an meine Leser!


Vielen Dank, liebe Lara, dass Du Dir die Zeit für unsere Fragen genommen hast.

Und für alle, die nun neugierig sind, hier geht es zur Rezenion von Krallenspur.