Dienstag, 18. Juli 2017

Schinderhannes' Schauplätze im Spiegel der Zeit



Hasi und Marie, die "Histomädels" vom Blog, haben diesmal zwei Blogmitglieder, die eigentlich mit Historienromanen wenig am Hut haben, in die Geschichte um Julchen und ihren Schinderhannes indirekt mit einbezogen. Das bot sich aber auch in diesem Fall regelrecht an, denn Kuhni und Tami wohnen genau in der Gegend, in der sich das Räuberpaar damals "herumgetrieben" hat.
Ein kleiner Tipp: Am Ende unseres Artikels könnt Ihr ein Exemplar des Buches gewinnen.

Uns interessierte vor allem, was aus den Orten geworden ist und inwiefern die heutigen Anwohner die geschichtsträchtigen Orte noch mit dem Schinderhannes in Verbindung bringen.

Hohlweg Baumholder
Die kleinen Orte, durch die Julchen und Hannes streiften, gibt es auch heute zum größten Teil noch. Wenn man in dieser Gegend wohnt, kennt man einige der Orte und kann sich sehr gut vorstellen, wie die Räuberbande von einem Örtchen zum anderen zog und sich hierbei durch Wälder und heute noch vorhandene Schlupfwege schlug. Die Wege sind meist nicht lang und zu Fuß innerhalb 20 bis 60 Minuten zu bewältigen. Man kann sich gut vorstellen, dass diese kleinen durch Wälder voneinander getrennten Orte ideale Verstecke für die Bande um Johannes Bückler boten.

Altes Rathaus Baumholder
Auch Baumholder ist einer der Orte, in dem die beiden sich sehr oft aufhielten. Tami kennt sich hier sehr gut aus. Schließlich ist sie hier aufgewachsen! Über den Schinderhannes wird allerdings eher wenig bis gar nicht bei der Dorfjugend gesprochen. Einzig die Schinderhannes Stube ist allen bekannt. Ein paar Impressionen des heutigen Baumholders zeigen, wie idyllisch und beschaulich der Ort bis heute geblieben ist.

Tami, die sich auch schon oft in Oberstein aufgehalten hat, beschreibt den heute vor allem für seine Edelsteine bekannten Ort, als sehr schön. Vor allem die Felsenkirche, die auch im Buch kurz erwähnt wird, empfindet sie als beeindruckend. Dass dieser Ort regelmäßig von Johannes Bückler und Julchen aufgesucht wurde, war ihr bisher allerdings nicht bekannt.

Unsere Kuhni führt es regelmäßig mit ihrem Rufus Richtung Haintchen beim Gassi gehen. Jenen für den Schinderhannes so verhängnisvollen Ort, in dem seine endgültige Festnahme erfolgte. Dass sie mit ihrem Vierbeiner auf solch geschichtsträchtigen Wegen wandelte, war ihr bisher gar nicht bewusst.

Weg von Haintchen nach Wolfenhausen

Limburger Dom
Zwei Orte, die sie schon häufig besucht hat, hat sie aber sehr wohl spontan mit dem Räuberhauptmann in Verbindung gebracht. In Limburg, wo sie regelmäßig shoppen geht, kennt sie nicht nur dem berühmten Dom, sondern auch den Keller im Werner Senger Haus, in dem er vor seiner Auslieferung nach Frankfurt  festgesetzt wurde. Heute befindet sich darin ein Restaurant, dass auch Marie schon besucht hat und wo sie das erste Mal Näheres über den Schinderhannes hörte. Ebenso ist die Schinderhannes Höhle bei Eisenbach für Kuhni ein bekanntes Ausflugsziel. Von der Höhle erzählen Einheimische, dass Johannes hier zuletzt vor seiner Festnahme hauste. Spontan fiel ihr auch der berüchtigte Postraub in Würges ein.

Hasi und Marie interessierte aber außerdem, inwiefern die Begriffe "jemand ist kochem" oder "kochemer Bayes", die uns durch das gesamte Buch begleiten, in der Gegend etabliert sind. Offensichtlich sind diese Wörter aber nicht in den modernen Sprachgebrauch übergegangen. Weder Kuhni noch Tami können etwas mit den Ausdrücken verbinden. Auch oberflächliche Internetrecherchen geben keinen Aufschluss. Allerdings gibt es ein Gasthaus namens Kochemer Bayes in Hemsbach.

Wer eine Ausgabe der "Räuberbraut" gewinnen möchte, braucht bis zum 25.7.2017 nur die Frage zu beantworten, wo der Schinderhannes dingfest gemacht wurde. Ein Tipp: Eines unserer Blog-Mädels geht hier gerne Gassi 😉.
Teilnehmen könnt Ihr wie immer durch einen Kommentar direkt unter diesem Blogbeitrag, über unser Kontaktformular oder auf Facebook. Viel Glück.
Bitte beachtet, dass wir das Buch nur innerhalb Deutschland versenden, da wir die Kosten selber tragen.


Hier nochmal alle bisherigen und zukünftigen Stationen der Blogtour: