Donnerstag, 6. Juli 2017

Sternenstaub

Ein stimmiger Abschluss der Stern-Trilogie


von Nora Roberts


Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Blanvalet (Juni 2017)
ISBN-13: 9783734103414
Genre: Liebesroman









Zwei Sterne sind schon gefunden, bleibt nur noch der letzte, der Eisstern. Den sechs Auserwählten, die auf die Suche gingen, bleibt nicht viel Zeit, denn auch wenn die dunkle Nerezza angeschlagen ist, so wird es nicht lange dauern und sie wird mit voller Stärke auf Rache sinnen und alles dafür tun, die Sterne in ihren Besitz zu bekommen.

So startet in Irland erneut eine fieberhafte Suche, die vor allem Doyle einiges abverlangt. Kann er mit der Vergangenheit und seinem Schicksal Frieden schließen?

In diesem abschließenden Band der Stern-Trilogie stehen die Archäologin Riley und der unsterbliche Doyle im Mittelpunkt der Suche. Nachdem sich in „Sternenregen“ bereits Bran und Sasha und in „Sternenfunken“ Annika und Sawyer gefunden haben, so ist es nicht verwunderlich, dass es nun auch zwischen Doyle und Riley gehörig knistert. Doch auch wenn dieses Schema nicht nur in dieser Trilogie, sondern auch in vielen anderen von Nora Roberts, regelmäßig verfolgt wird, so hat es mir dennoch Spaß gemacht zuzusehen, wie auch diese beiden sich immer näherkommen und wie sie versuchen alle Schwierigkeiten überwinden.

Die Suche nach dem letzten Stern gestaltete sich für mich eher unspektakulär und weniger spannend und dramatisch als in den zwei Bänden davor. Gerade von der bösen Gegenspielerin Nerezza hätte ich mehr erwartet. So plätscherte dieser Teil des Buches ein wenig vor sich hin und auch das letzte Ziel, die Glasinsel, hätte ich mir ein wenig eindrucksvoller vorgestellt.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und lebendig und es fällt leicht sich die Charaktere vorzustellen und sie und ihre Umgebung vor dem inneren Auge auferstehen zu lassen. Auch wenn es einzelne Punkte gibt, bei denen man spätestens nach der Lektüre des Klappentextes weiß, wie es ausgehen wird, so schafft es Nora Roberts trotzdem auch immer wieder überraschende Wendungen einzubauen und so die Spannung aufrecht zu erhalten. Nicht das Ergebnis ist das spannende Element, sondern der Weg, der letztlich dorthin führt.

Mein Fazit: Auch wenn „Sternenstaub“ für mich der schwächste Teil der Trilogie war, so hat das Lesen dennoch Spaß gemacht und für Fans der Autorin und vor allem für diejenigen, die bereits die beiden anderen Teile kennen, kann ich trotzdem guten Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen. Ein solider, runder Abschluss, dem vielleicht ein Fünkchen Magie fehlt, der aber dafür abermals mit einer tollen Kulisse und interessanten Charakteren aufwarten kann.