Samstag, 6. Januar 2018

Zehn Wünsche bis zum Horizont

von Emma Heatherington






  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (13. November 2017)
  • ISBN-13: 978-3959671514
  • Genre: Liebesroman











Nachdem in Maggies Leben gerade alles den Bach heruntergeht, bekommt sie Post. Die Nachricht ist vom Bruder des Mädchens, dem sie ihr Leben zu verdanken hat, denn von ihr bekam sie das Herz, welches in ihrer Brust schlägt. So hält sie eine Schachtel voller Träume in der Hand, die zwar nicht ihre eigenen sind, die sie aber für Lucy erfüllen möchte. Zur größten Brücke der Welt reisen, Menschen, die ihr etwas bedeuten, verzeihen, ihre Flügel ausbreiten und losfliegen.
Und so macht ihr Lucy ein weiteres Geschenk, denn sie beginnt zu leben!

Vorhin musste ich dieses Buch noch unbedingt zu Ende lesen und nun lässt es mich nicht los.
Durch die medizinischen Berufe meines Mannes und von mir, kommt dieses Thema immer wieder zur Sprache und es gibt immer viel Diskussionsstoff und erst vor kurzem habe ich zu ihm gesagt: „Wie muss es für den Empfänger sein, wenn er einerseits durch diese Spende weiterleben darf, aber immer mit dem Wissen lebt, dass dafür jemand anderes gestorben ist?“
Dieses Buch setzt nicht direkt nach der Organspende ein, sondern es sind schon viele Jahre vergangen, doch merkt man Maggie an, das sie nie ganz damit abgeschlossen hat. Man möchte doch irgendwie den Menschen danken, dass man weiterleben darf. Doch auf der anderen Seite hat man Hemmungen das „Wie“ zu erfahren und auch überhaupt zu erfahren, von wem das Organ ist, dürfte für den Empfänger fast unmöglich sein.
Doch Maggie bekommt diese Möglichkeit und erhält von Lucys Bruder eben diese Schachtel mit dem Tagebuch von Lucy und begibt sich auf die Reise, diese Wünsche zu erfüllen.
Am Anfang tat ich mir noch etwas schwer in die Geschichte zu finden, aber als sie anfängt, ihr Leben zu ändern, ihren Exmann Jeff hinter sich zu lassen und wieder frei zu atmen, war ich hin und weg von der Geschichte.
Durch den leichten Schreibstil bin ich dann durch die Seiten geflogen und zum Ende hin, konnte ich es nicht mehr weglegen!
Man lernt viele verschiedene Charaktere kennen und jeder ist so detailliert gezeichnet, dass man sie sich ohne Probleme vorstellen kann. Maggies Familie, insbesondere ihr Bruder, gefallen mir ebenso, wie Gerard. Doch auch die Nebenprotagonisten wie Sylvia fügen sich perfekt in die Erzählung ein und geben dem ganzen Buch noch die besondere Würze.
Man kann sich in Maggies Gefühlswirrwarr hineinversetzen, fühlt mit ihr, lacht mit ihr und fühlt die Energie, die immer mehr zum Vorschein kommt. Die schriftlichen Unterhaltungen mit Lucy sind gefühlvoll beschrieben und man hofft genau wie Maggie, dass Lucy dies alles von oben herab sieht und miterlebt. Aber auch die Geschehnisse, die zum Tod von Lucy geführt haben, werden
Zur weiteren Handlung möchte ich gar nichts weiter verraten, lest es selbst. Ich habe mit gefiebert, aber auch ein paar Tränen verdrückt. Es ist gefühlvoll, bedrückend, lustig, traurig, berührend, voller Liebe und am Ende geht es euch hoffentlich genau wie mir:
Ihr fangt an Nachzudenken!

Wer ein ernstes Thema wie die Organspende schön verpackt haben, sich in Frankreich verlieben und mit Maggie das Leben wieder neu entdecken möchte, sollte hier zugreifen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen!