Donnerstag, 28. Februar 2019

Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.


Autor:  Ava Reed

Seiten: 319

Genre: Jugendbuch

Verlag: Ueberreuter

ISBN: 978-3764170899

Ausgabe: HC (16,95€) / Ebook (14,99€)








Klappentext:

In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden!

Der Abschluss. So viele Dinge, die zu tun sind.
Und danach? Ein Studium? Eine Ausbildung? Reisen?
Leni ist ein normales und glückliches Mädchen voller Träume. Bis ein Moment alles verändert und etwas in ihr aus dem Gleichgewicht gerät. Es beginnt mit zu vielen Gedanken und wächst zu Übelkeit, Panikattacken, Angst vor der Angst. All das ist plötzlich da und führt zu einer Diagnose, die Leni zu zerbrechen droht. Sie weiß, sie muss Hilfe annehmen, aber sie verliert Tag um Tag mehr Hoffnung. Nichts scheint zu funktionieren, keine Therapie, keine Medikation. Bis sie Matti trifft, der ein ganz anderes Päckchen zu tragen hat, und ihn auf eine Reise begleitet, die sie nie antreten wollte ...

Eigene Meinung:

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da ich das Thema sehr ansprechend fand. Mit manchen beschriebenen Situationen im Buch hatte ich auch oft selbst zu tun. Daher finde ich es sehr toll, das die Autorin sich an solche Themen herangewagt hat. Es geht um Depressionen, Angststörungen, Selbstvverletzung & HSAN, eine sehr seltene Krankheit.

Ich habe schnell in das Buch hinein gefunden, da der Schreibstil sehr locker und flüssig ist. Es ist kein Buch, welches großartig Spannung aufbaut. Viel eher begleiten wir Leni und Matti, die von der  Diagnose erfahren und in der Klinik aufeinandertreffen. Mit Leni konnte ich mich sehr schnell identifizieren. Sie war mir direkt sympatisch und ich hätte sie am liebsten aus dem Buch gezogen und umarmt. Bei vielen ihrer Gedankengänge hatte ich das Gefühl, dass sie mir aus der Seele spricht, daher konnte ich ein paar Tränen nicht unterdrücken. Auch Matti mochte ich von Beginn an sehr gerne. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, zur Abwechslung mal ein ruhigeres Buch zu lesen.

Wir treffen auf viele Vorurteile, Unverständnis oder falsche Diagnosen, da einfach noch zu wenig über diese Themen geschrieben wird. Ich finde viel mehr Leute sollten über solche Krankheiten informiert werden bzw. sollten diese Krankheiten auch ernst nehmen.

Im Buch sind selbst gestaltete Tagebucheinträge der Autorin enthalten. Ich finde, das gibt dem Buch etwas Besonderes, da es für sie selbst das persönlichste Buch ist.

Nach ca. 220 Seiten hat die Story eine Wendung genommen, die mir jetzt nicht so gefallen hat, da ich sie etwas unrealistisch fand. Aber das ist vermutlich Geschmckssache. Ich persönlich war dann etwas enntäuscht.

Ansonsten ein tolles Buch, welches mich zu Beginn sehr berührt hat. Tolle Protagonisten, und mit sehr viel Gefühl beschrieben. Zudem auch so unglaublich wichtig für Betroffene oder auch Außenstehende.

Buch Zitate:

„An manchen Tagen mag ich die Stille unserer Wohnung, an anderen finde ich sie unerträglich.“ Seite 26

„Wie erklärt man etwas, das man selbst nicht versteht und von dem man nicht weiß, ob es wirklich wichtig ist?“ Seite 57

„Manche Momente verpasst man und das Schlimme daran ist, dass man es ganz genau merkt.“ Seite 126

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