Mittwoch, 13. September 2017

Und dann ist alles anders

  • Taschenbuch: 252 Seiten
  • Verlag: Tinte & Feder (11. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-1542045940
  • Genre: Liebesroman
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INHALT:

Was machst du, wenn dir das Leben eine schwere Diagnose stellt?


Charlotte ist Kinderkrankenschwester auf einer Frühchenstation und steckt gerade mitten in den Vorbereitungen zur Hochzeit. Ihre Migräneattacken schiebt sie daher auf den ganzen Stress der letzten Wochen. Doch dann bekommt sie einen heftigen Krampfanfall und die Diagnose „Hirntumor“ stürzt sie in eine tiefe Krise. Charlotte ist nun selbst auf Hilfe angewiesen, die Hochzeit wird abgesagt und ihre Freunde begegnen ihr entweder voller Mitleid oder wenden sich von ihr ab. Sie zieht sich immer mehr in ihr Schneckenhaus zurück und möchte einfach nicht mehr kämpfen. Als ihr Kraft nur noch zum Sterben reicht, begegnet ihr ein anderer Mann. Auch er ist krank, aber geht mit seiner Erkrankung ganz anders um, als Charlotte. Für ihn ist aufgeben keine Lösung!
Charlotte erkennt durch ihn, dass es sich doch lohnt dem Krebs den Kampf anzusagen.

MEINUNG:

Charlotte möchte es am Anfang erst nicht wahr haben, dass es keine Migräneattacken bei ihr sind. Als Krankenschwester hätte sie schon viel früher auf die Idee kommen können, aber ich denke, das war Verdrängung.                                                                                              
Als sie dann von der Diagnose erfahren hat, hat sie sich ziemlich zurückgezogen und wollte gar nicht erst kämpfen. Ihr Verlobter Jörg, ihre Mutter und die Schwiegermutter haben da auch nicht wirklich zu beigetragen. Ich fand es furchtbar, wie nüchtern der Arzt Jörg an die Diagnose gegangen ist. Da hat man immer das Gefühl gehabt, dass Charlotte auch nur eine Patientin ist. Von einem Ehemann/Verlobten erwartet man aber einfach mehr. Mitfühlen, Herzlichkeit, oder Charlotte mal in den Arm nehmen ... einfach da sein für Charlotte. Die Schwiegermutter war mir von Anfang an unsympathisch, da sie immer wieder gezeigt hat, dass sie Charlotte nicht als Schwiegertochter akzeptieren wird. Charlottes Mutter war zu fürsorglich und hat zu viel mitgemischt.

Toll fand ich Paul. Er hat sich von seiner Krankheit nicht unterbekommen lassen und hatte seine eigene Methode mit den Schmerzen zurechtzukommen. Seine ganze Art hat Charlotte geholfen und ihr den richtigen Weg gezeigt.

Das Ende habe ich so nicht erwartet, aber es hat zu diesem Roman einfach gepasst.

„Und dann ist alles anders“ ist der Debütroman von Nelly Fehrenbach, der einen auf jeder Seite berührt. Die Geschichte ist so voller Emotionen und so gefühlvoll geschrieben, dass mich Nelly Fehrenbach von der ersten Seite an begeistern konnte.

FAZIT:

Ich kann das Buch wirklich empfehlen. Vielen lieben Dank, für diesen tollen Roman. Er berührt und nimmt einen einfach mit. Ein wirklich gelungener Debütroman!