ISBN : 9783455021943
Taschenbuch : 352 Seiten
Verlag : Hoffmann und Campe
Erscheinungsdatum : 02.09.2026
Genre : Krimi
Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
„Dies hier war sein Kloster – und die Kanzel war seine Bühne.“ (S. 15) Der charismatische Priester Père Oscar wird von den weiblichen Gemeindemitgliedern gern mit George Clooney verglichen. Kein Wunder also, dass sein Kloster bzw. er selbst immer häufiger in den Testamenten älterer Gemeindemitglieder bedacht wird. Doch als sich deren Todesfälle plötzlich häufen, wird die Gemeindekrankenschwester Christine Menasse misstrauisch. Noch bevor sie ihren Verdacht melden kann, wird sie auf einer abgelegenen Waldstraße überfahren.
Luc Verlaine und Rose Schillinger leisten Amtshilfe. Kurz vor Weihnachten ist es in Bordeaux vergleichsweise ruhig, so dass sie sich den Ermittlungen an der Silberküste widmen können. Zunächst scheint Christines vorbestrafter und gewalttätiger Exmann der offensichtliche Täter zu sein. Doch dann erzählt Christines Freund von ihrem Verdacht: In letzter Zeit seien ungewöhnlich viele ihrer Patienten gestorben, und irgendetwas schien bei den Hausverkäufen, den Testamenten und den Verbindungen zur Kirche nicht zu stimmen.
Luc und Rose werden hellhörig. Père Oscar hingegen weist jede Schuld von sich. Schließlich habe er sich gemeinsam mit Christine oft als einer der wenigen liebevoll um die alten Menschen gekümmert – und diese hätten ihn aus Dankbarkeit in ihren Testamenten bedacht.
„Silberküste“ ist bereits 11. Fall von Luc Verlain. Eigentlich freut sich die Familie auf Weihnachten, das Lucs und Anouks kleine Tochter Aurélie zum ersten Mal ganz bewusst erleben wird. Doch die Ermittlungen zu Christines Tod haben Vorrang. Die beliebte Krankenschwester arbeitete selbstständig und war bestens mit ihren Patienten vertraut. Um den Täter zu überführen, müssen Luc, Rose und Anouk schließlich schwere Geschütze auffahren – und dabei teilweise an die Grenzen der Legalität gehen.
Parallel dazu beschäftigt das Commissariat der Prozess gegen ihren Kollegen Yacine, der im letzten Fall einen Verdächtigen erschossen hat und sich nun dafür verantworten muss. Die Belastung ist für alle spürbar und wirft zusätzlich einen Schatten auf die bevorstehenden Feiertage.
Währenddessen liegt das Aquitaine unter einer dichten Schneedecke. Die meisten Hotels und Auberges haben geschlossen, denn um diese Jahreszeit verirren sich nur wenige Urlauber an die Küste. Die winterliche Landschaft wirkt dadurch besonders ursprünglich, ruhig und beinahe friedlich – ein reizvoller Kontrast zu den düsteren Ereignissen, die Luc und Rose aufdecken müssen.
Auch in diesem Fall verbindet die Reihe Spannung und Atmosphäre mit dem Privatleben ihrer Ermittler. Zwischen Mordermittlungen, Gerichtsprozess und beruflichen Belastungen rücken Familie, Zusammenhalt und die kleinen Freuden des Lebens in den Mittelpunkt. Und natürlich dürfen auch die kulinarischen Genüsse nicht fehlen, mit denen man sich im winterlichen Aquitaine auf Weihnachten einstimmt.
Ein stimmungsvoller Krimi für die kalte Jahreszeit, bei dem die verschneite Silberküste eine fast idyllische Kulisse für ein ausgesprochen düsteres Verbrechen bildet.

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