Der Verein Homer -Historische Literatur e.V. lobt jedes Jahr den Goldener Homer für den besten historischen Roman des vergangenen Jahres aus.
In diesem Jahr stehen elf beeindruckende Bücher auf der Shortlist.
Einer der Titel ist der Historische Kriminalroman „Der Tote an der Alster“ von Anja Marschall, für den ich die Patenschaft übernommen habe.
Kommt mit mir auf eine Zeitreise ins Jahr 1907 nach Hamburg und lernt Kommissar Hauke Sötje kennen. Er hat schon einige verzwickte Kriminalfälle gelöst, aber dieses Mal geht es für ihn um alles.
Im Nobelhotel „Vier Jahreszeiten“ wird die Leiche eines Mannes entdeckt. Er ist übel zugerichtet. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da die Hotelführung kein Aufsehen und damit keine Belästigung ihrer reichen Gäste wünscht. Doch Hauke lässt sich zunächst nicht einschüchtern, bis er realisiert, dass er den Toten kennt. Es ist einer seiner alten Widersacher - der kaiserliche Spion Graf von Lahn. Schnell wird Hauke klar, dass dieser Fall etwas mit ihm selbst zu tun hat. Während sein Vorgesetzter den Mörder im Hotel sucht, ermittelt er in eine andere Richtung. Doch plötzlich wird er selbst zum Tatverdächtigen und erkennt zu spät, dass es der unheimliche Täter auf seine Familie abgesehen hat.
Hamburg ist die Heimatstadt der Autorin und ihre Liebe zu dieser Stadt spürt man in jeder Zeile. Sie hat akribisch recherchiert und schafft es, die Stimmung der damaligen Zeit einzufangen. Gedanklich fühle ich mich ins Hamburg des Jahres 1907 zurückversetzt. Für zusätzliche Authentizität sorgen die Originalauszüge aus den örtlichen Zeitungen, die jedem Kapitel vorangestellt sind.
Der eigentliche Kriminalfall ist spannend inszeniert und lässt mich gebannt durch die Seiten fliegen. Kommissar Hauke Sötje ist ein Mann mit Ecken und Kanten, dessen Vergangenheit ihn nun wieder einholt. Gleichzeitig ist er ein Familienmensch, was ihn für mich besonders sympathisch macht. Ich leide und fühle mit ihm und hoffe die ganze Zeit, dass er heil aus dieser Sache herauskommt.
Zum Ende hin spitzen sich die Ereignisse noch einmal zu und münden in einem spannenden Showdown. Ein fieser Cliffhanger lässt mich gespannt zurück und macht mich schon neugierig auf den nächsten Band.
„Der Tote an der Alster“ ist eine gelungene Mischung aus einem kniffeligen Kriminalfall und einem atmosphärisch erzählten Stück Zeitgeschichte. Ein Buch, das mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.
%20-%202.png)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen