von Sophie Jomain
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Als Phedre das alte Herrenhaus „Little Balmoral“ in einem kleinen französischen Dorf erbt, ist das an ein paar Bedingungn geknüpft. Dann taucht noch ihre erste große Liebe wegen eines Interviews über Spukhäuser auf und sie ist überfordert. Damals musste sie überstürzt mit ihrer Mutter nach Kanada auswandern und hat Adam einen Brief hinterlassen, nicht wissend, dass er ihn nie erhalten hat. Auf einmal tauchen Schnipsel dieses Briefes auf und zusammen begeben sie sich auf die Suche, um ihn Stück für Stück zusammen zu puzzeln. Können sie ihre zerbrochene Beziehung wieder reparieren?
Das Buch hat mich ab der ersten Seite gefangen genommen. Phedre, die nach Frankreich kommt, das Haus erbt und auf einmal für eine längere Zeit dort bleiben muss, um das Erbe anzunehmen, denn es sind Bedingungen daran geknüpft.
Sie ist sehr sympathisch, hat vor 3 Jahren ihre Mutter verloren und lebt in Kanada eher für sich allein. Nun muss sie sich dem Haus mit all seinen Renovierungsarbeiten und einer Dorfgemeinschaft auseinandersetzen, obwohl sie gar nicht weiß, ob sie dort bleiben möchte. Und dann sind da noch die ganzen Erinnerungen, an die Zeit, die sie mit ihrer Mutter bei ihrer Tante verbracht hat, aber auch den Streit und die überstürzte Abreise nach Kanada. Damals war sie 16 und für sie stürzte eine Welt ein, denn sie hat auch ihre erste große Liebe zurücklassen müssen.
Adam, an den sie ihre Unschuld und vor allem ihr Herz verloren hat, muss als Journalist eine Reihe zu Spukhäusern übernehmen und landet so in Little Balmoral. Beide sind sehr überrascht, einander wiederzusehen und da Phedre einen Job braucht und Adam sich nicht von ihr trennen möchte, gibt er ihr ein Gehalt, dafür, dass er noch zwei Wochen bei ihr wohnen kann und seinen Artikel in Ruhe schreiben kann.
Little Balmoral ist wunderschön,
zumindest, wenn man es sich nach den Beschreibungen der Autorin vorstellt. Dies
ist sehr leicht, egal ob die Räumlichkeiten im Inneren des Hauses oder der
Garten, alles ist detailliert beschrieben. Auch der Ort mit seinen Bewohnern
ist wunderschön und die Dorfgemeinschaft ist zuckersüß.
Ich mag auch die Nebencharaktere, die teils größere, teils kleinere Rollen übernehmen.
Vom Schnitzen von Kürbissen, Zusammenhalt bei einem Halloween Feier oder beim
nächsten Schneesturm, war hier einiges geboten.
Natürlich nimmt die Story rund um Adam und Phedre den größten Teil ein, doch auch die Geschehnisse, rund um Phedres Familienverhältnisse sind hier für das Verständnis der Geschichte wichtig. Manche Entscheidungen ihrer Mutter kann man nicht immer verstehen, manches wird mit der Zeit verständlicher.
Das Zusammenspiel zwischen Adam und Phedre war sehr harmonisch, aber auch erheiternd. Die Unterhaltungen und die Dynamik mochte ich sehr. Beide waren auf ihre Art toll. Beide haben durch ihre Trennung ihre Probleme mit dem Vertrauen gegenüber anderen Menschen und durch ihre Zeit zusammen in Little Balmoral wachsen sie auf eine ganz besondere Art wieder zusammen.
Für mich ein wunderschönes Wohlfühlbuch, dass eine tolle Kulisse, das nötige Flair und eine Liebesgeschichte beinhaltet, die so viel mehr ist. Familiengeheimnisse, ein Irrtum, der sich auflöst und ganz viel Herbst/Winterfeeling! Unbedingte Leseempfehlung!
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