ISBN : 9782496718836
Taschenbuch : 368 Seiten
Verlag : Edition M
Erscheinungsdatum : 29.09.2026
Genre : Krimi
Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
Sport ist Mord – diesmal wirklich
„Da denkt man immer, man hat alles gesehen, und dann das.“ (S. 19) Am Tag nach der Neueröffnung eines riesigen Sportgeschäfts hängt dort in 3 m Höhe an der Kletterwand ein Toter – aber nicht irgendeiner. Moritz Binder war der Stargast der Eröffnung, ein äußerst erfolgreicher und gefeierter Biathlet. Und er hängt auch nicht etwa nur betrunken in den Seilen, wie man nach der Feier am Vortag vielleicht vermuten könnte. Nein, er wurde regelrecht aufgeknüpft. Selbstmord scheidet damit aus.
Da Polizeihauptmeister Felix Fink gerade seine Ferienwohnung renoviert, nimmt Hauptkommissar Constantin Tischler die Ermittlungen zunächst allein auf.
Schnell stellt sich heraus, dass Moritz Binder längst nicht so beliebt war, wie es sein Social-Media-Profil vermuten ließ. Sein neuer Trainier ist ausgerechnet der Vater eines Konkurrenten, bevorzugt Moritz aber. Der Biathlet trank gern mal einen über den Durst, war ziemlich überheblich, machte sich an die Freundinnen seiner Sportkameraden ran und ging für den Sieg offenbar über Leichen. Erst kam Moritz, dann lange nichts. Feinde hatte er also genug. Doch wer war so wütend und vor allem: Wer hatte die Möglichkeit, in das geschlossene Gebäude zu gelangen und ihn aufzuhängen?! Tischler ermittelt in alle Richtungen.
Und auch Fink kann sich nicht wirklich auf seine Renovierung konzentrieren, denn der Bürgermeister persönlich beauftragt ihn mit einem sehr delikaten Fall beauftragt.
Ich fand den inzwischen 13. Fall der Reihe von Friedrich Kalpenstein besonders spannend und unterhaltsam. Der Tote hatte sich im Laufe seines Lebens etliche Feinde gemacht, doch ausgerechnet die Verdächtigen haben alle ein Alibi. Zum Glück arbeiten Tischler und Fink nach der bewährten TUF-Methode, um dem Täter auf die Spur zu kommen.
Die Reihe lebt für mich allerdings nicht nur von den spannenden Fällen, sondern mindestens ebenso vom Zwischenmenschlichen und von der Entwicklung der beiden Ermittler. Und natürlich darf auch der gesamte Brunngieser-Kosmos nicht fehlen: Dackeldame Resi, Schrauber Steiner, Tereza, Nori und all die anderen liebgewonnenen Figuren sorgen dafür, dass man sich auch abseits des eigentlichen Falls sofort wieder zu Hause fühlt.
Ich liebe es, wie sich Tischler und Fink gegenseitig necken und Fink seinem Vorgesetzten inzwischen längst selbstbewusst Kontra gibt. Dabei ist er Tischler sportlich mittlerweile sogar weit überlegen. Immer öfter erwischen sie den Täter nur, weil Fink mit vollem Körpereinsatz hinterher sprintet. Und das ist besonders amüsant, wenn man bedenkt, wie behäbig und bequem er in den ersten Fällen noch wirkte. Weit gefehlt!
Auch privat läuft es bei Fink inzwischen deutlich besser als bei seinem Vorgesetzten. Britta möchte mit Tischler zwar befreundet bleiben, lebt momentan aber am anderen Ende der Welt, während Marie jeden Abend auf ihren Felix wartet.
Natürlich gibt es auch diesmal keinen Fall ohne den „Herzhaften“ von Brunello. Langsam frage ich mich allerdings wirklich, ob der Kaffee tatsächlich so schlimm schmeckt, wie Tischler immer behauptet.

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