ISBN : 9783426566251
Gebundenes Buch : 368 Seiten
Verlag : Droemer
Erscheinungsdatum:01.10.2026
Genre : Krimi
Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
„Ein Raum voller Zuschauer, und niemand hat etwas gesehen?“ (S. 169) Wenn ein Schmuck-Ei plötzlich mindestens fünf Millionen wert ist, dürfte das Leben eigentlich auf der Sonnenseite stattfinden. Nicht so bei Molly aus dem Regency Grand Hotel! Als sie bei einer Antiquitäten-Fernsehshow ein Schmuckstück präsentiert, das sich als lange verschollener Prototyp eines Fabergé-Eis entpuppt, steht sie unverhofft im Rampenlicht. Dabei möchte sie doch eigentlich nur in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen und ihren Verlobten Juan heiraten. Doch dann verschwindet das kostbare Ei während der Versteigerung spurlos. Stattdessen gibt es eine Morddrohung, mysteriöse Verfolger und ein Familiengeheimnis, das Molly mithilfe des Tagebuchs ihrer Grandma auf die Spur kommt.
Schon in den ersten beiden Bänden hat mich Mollys besondere Art berührt. Ihre leicht autistischen Züge, ihre Liebe zu Ordnung und Sauberkeit und die Lebensweisheiten ihrer verstorbenen Grandma machen sie zu einer ganz eigenen, liebenswerten Protagonistin. Auch Juan, der ruhige Patissier mit dem großen Herzen, und Mollys wiedergefundener Grandpa sind längst Figuren, die ich nicht mehr missen möchte.
Natürlich mischt auch Angela, die True-Crime-begeisterte Barfrau, wieder kräftig mit. Vielleicht bringt sie die Aufklärung des Falls ihrem Traum von einer Karriere bei der Polizei endlich ein Stück näher.
Der Roman ist charmant, humorvoll und lebt vor allem von seinen Figuren und den berührenden Einblicken in Mollys Familiengeschichte. Allerdings nehmen die Erinnerungen an ihre Grandma so viel Raum ein, dass die eigentliche Krimihandlung für meinen Geschmack etwas zu kurz kommt. Rätseln darf man trotzdem, und unterhaltsam ist die Geschichte allemal.
Mein Fazit: Molly ist und bleibt ein Schatz – auch ohne Millionen auf dem Konto! Wer allerdings einen raffiniert konstruierten Kriminalfall erwartet, sollte seine Erwartungen etwas herunterschrauben. Und warum wird in einem Londoner Hotel eigentlich ständig in Dollar gerechnet?

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen