Freitag, 29. Juli 2016

Strand der nackten Männer (Kirschblau 2)

Das Kirschblau-Team in Höchstform


von Maria G.Noel & Runa Winacht


Format: ebook
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 567 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Genre: Cosy-Krimi

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Am Strand der nackten Männer wird ein Toter aufgefunden. Doch auch wenn Eckernförde gleich um die Ecke liegt, darf die dortige Kripo in Mordfällen leider nicht ermitteln, so gern sie es auch täte. Immerhin gibt es einige Vorkommnisse am Rande, die vielleicht, vielleicht auch nicht, mit dem Mord zusammenhängen und bei denen sie mitmischen darf. Zum Glück hat Kommissarin Ella inzwischen gute Kontakte zur Mordkommission und dieses Mal obendrein auch einen Hundesitter für Oskar: ihren Kollegen Thorsten.

Dieser wurde wegen Befangenheit zwar beurlaubt, doch er denkt gar nicht daran Abstand zu halten. Zusammen mit Oskar stürzt er sich in private Ermittlungen und bringt Ella und ihre Kollegen immer wieder dazu ihre Kompetenzen, nun ja, kreativ auszuweiten.

Während die einzelnen Puzzleteile noch nicht so recht zusammenpassen wollen, wird auch noch ein ausgesetztes Baby gefunden. Kann sein Geheimnis vielleicht Licht ins Dunkel bringen?

Der zweite Teil der Reihe „Kirschblau“ bringt den Leser zurück zur Kripo Eckernförde. Ich habe mich von Anfang an wieder heimisch gefühlt und gespannt verfolgt, mit welchen beruflichen, aber auch privaten Problemen Ella und Thorsten diesmal wieder zu kämpfen haben. Neben vielen alten und liebgewonnenen Charakteren gibt es auch eine ganze Reihe neuer Figuren. Wie gewohnt hatte ich schnell ein Bild von ihnen vor Augen, was vor allen an den ganz eigenen Charakterzügen liegt, die die Autorinnen scheinbar so mühelos zeichnen. Alle wirken aus dem Leben gegriffen und es gibt kaum Stereotypen.

Die Entwicklung von Ella und Thorsten in diesem Teil hat mir gut gefallen, auch wenn ich Thorsten dieses Mal zeitweise recht anstrengend fand. Nachdem aber nun gegen Ende ein großes Missverständnis aus dem Weg geräumt wurde, bin ich sehr neugierig, was sich aus den neuen Erkenntnissen ergeben wird…

Der Krimi ist turbulent geschrieben, was vor daran liegt, dass er als Cosy-Krimi den Fokus nicht (nur) auf den Fall legt, sondern auf die beiden Protagonisten Ella Kirsch und Thorsten, den Blauen Heinrich. So geht es neben den spannenden Entdeckungen während der Ermittlungen auch immer wieder um das Private und Zwischenmenschliche. Es kommt zu Missverständnissen, amüsanten aber auch ernsteren Szenen.

Das Ende hat mir ebenfalls gut gefallen. Der Fall ist geschickt konstruiert und am Ende passen alle Puzzleteilchen zusammen. Eventuelle Unklarheiten werden spätestens bei der Runde im Tortenstübchen geklärt. Das letzte Kapitel sorgt nochmal zusätzlich für ein versöhnliches, tröstliches und stimmiges Ende.

Mein Fazit: Ich kann nur sagen, dass ich wieder sehr begeistert bin und auch diesen Krimi sehr gerne guten Gewissens weiterempfehle. Ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen in Eckernförde :)

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