Sonntag, 17. März 2019

Läuft bei uns


 «In Gedanken zähle ich die Tage bis zum Ende der Pubertät. 
Es sind noch viele. Sehr, sehr viele.»


  • Autor: Steffen Weinert
  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch
  • ISBN-13: 978-3499274268
  • Genre: Humor

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)    
Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt,   dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!






INHALT:

Sebastian Schulz ist alleinerziehender Vater der 14-jährigen Mathilda. Als seine Tochter zum ersten Mal eine 4 mit nach Hause bringt, ist er entsetzt.  
„Warum bringt seine Tochter auf einmal schlechte Noten mit nach Hause? Was steckt dahinter?“

Sebastian lässt sofort alles stehen und liegen und geht auf Ursachenforschung.
Nach kurzer Zeit ist er sich sicher – Mathilda ist hochbegabt und deswegen in der Schule einfach unterfordert.

Doch mit seiner Theorie steht er ziemlich alleine da …

MEINUNG:

Ich muss wirklich sagen, dass Sebastian ziemlich anstrengend gewesen ist. Er ist ein liebevoller Vater, keine Frage, doch schießt er wirklich oft über das Ziel hinaus – ein richtiger Helikoptervater eben. Ich hätte ihn sehr gerne geschüttelt und ihm gesagt, er soll Mathilda endlich mehr Freiraum geben und sie einmal Teenager sein lassen. 

Mathilda ist ein normaler Mädchen und mitten in der Pubertät. Da Sebastian so übervorsorglich ist, hat sie es wirklich nicht leicht. Mit einigen Tricks versucht sie sich ihre Freiräume zu schaffen, was aber gar nicht so einfach ist. Mathilda tat mir oft sehr leid und ich habe es bewundert, dass sie ihrem Vater in manchen Dingen so schnell verziehen hat.

Es ist einfach überall das Gleiche, wenn aus den lieben Kleinen plötzlich pubertierende Teenies werden. Da hat man es als Eltern nicht immer leicht und stößt oft an seine Grenzen. Was ist noch in Ordnung? Wo muss ich einschreiten? Und wie viel Freiraum ist gut für mein Kind?

Auch wenn vieles überspitzt geschrieben wurde und ich hoffe, dass auch ein Helikoptervater nicht immer so weit gehen würde, hat mir die Geschichte wirklich sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, man fliegt grinsend durch die Seiten und, wie oben schon einmal geschrieben, würde man Sebastian gerne einmal schütteln.

FAZIT:

Der Roman ist humorvoll, man schüttelt über Sebastian sehr oft den Kopf, erkennt sich als Elternteil aber auch wieder.

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