Montag, 15. April 2019

Hotel Savoy




Buchdetails:

Erscheinungsdatum: 01.02.2019

Flexibler Einband: 316 Seiten

Verlag: Acabus Verlag

ISBN: 97838626094

Genre: Roman









„Hotel Savoy“ - ein Name, der für Luxus und Exklusivität steht!
Der Roman mit dem gleichnamigen Titel, der am 01.02.2019 beim acabus Verlag erschienen ist, wird beworben als Familiensaga über Mut, goldene Jahre und dunkle Zeiten. Für Fans von Brigitte Riebes „Die Schwestern vom Ku’damm!? Damit dürfte die Messlatte für Karsten Flohr hoch hängen. Meine Neugier war geweckt, zumal ich von dem Buchautor bisher nur von „Erich.Oder: Der Tag, den Angela M. nie vergessen wird“ kenne.

Karsten Flohrs Geschichte beginnt im Jahr 1950 in Hemelingshausen, einem kleinen Ort auf dem Land, wo das Blöken der Heidschnucken zum Alltag gehört. Hier lebt die junge Josie, seit sie im April 1943 von ihrem Vater aus Hamburg weggeschickt wurde, der inzwischen als verschollen gilt.
Als Josie 21 Jahre alt ist, erhält sie einen Brief von einem Anwalt aus Hamburg. Ihr Vater hat ihr das Hamburger „Hotel Savoy“ vererbt.
Josie geht nach Hamburg und will das Savoy wieder aufbauen.

„Ein Hotel soll kein Wohnzimmer sein, sondern eine Einladung: eine Einladung zu einer Phantasiereise zu Orten, die man später vielleicht tatsächlich besuchen will.“ (Auszug aus Hotel Savoy)

Gleichzeitig möchte die junge Frau herausfinden, was mit ihrem Vater geschehen ist und wer für sein Verschwinden verantwortlich ist. Wo hat man ihn damals hingebracht? Lebt er noch oder wurde er ermordet?

Leise beginnt die Geschichte und es dauerte eine Weile, mich an Flohrs Schreibstil zu gewöhnen. Er schreibt intelligent, atmosphärisch, aber weniger emotional, als man das von derartigen Romanen kennt. Es geht zwar auch um Liebe, aber eher als schmückendes Beiwerk. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen.
Die Geschichte schien mir exzellent recherchiert.
Karsten Flohr gelingt es, die Stimmung der Nachkriegszeit in Hamburg einzufangen. In meinem Kopfkino habe ich mit Josie gemeinsam das Hotel Savoy wieder aufgebaut. Anderseits fand ich es spannend in die Familiengeschichte zurückzublicken und Stück für Stück herauszufinden, was damals mit Josie’s Vater geschehen ist.

Josie selbst ist ein starker Charakter. Für meinem Geschmack wirkte sie bisweilen etwas überzeichnet. Ihr gelingt einfach alles. In jeder Lebenslage überzeugt sie mit Rat und Tat. Josie wirkt wie ein Engel. Ich hätte ihr hier und da eine kleine menschliche Schwäche gegönnt.
Mein heimlicher Star der Geschichte ist Nick, Josie’s Cousin aus Amerika. Er gibt der Story das gewisse Etwas.

Insgesamt hat mich der Roman positiv überrascht. Besonders interessant war die Auflösung um das Schicksal von Josie’s Vater. Stimmt nachdenklich! 

Lesenswerte Familiengeschichte und spannende Zeitreise in die Vergangenheit hinter einer eindrucksvollen Kulisse!






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