Samstag, 25. Januar 2020

Hexenrot


Keine typische Hexengeschichte


von Maria Röhreich 

Taschenbuch: 566 Seiten
Verlag: Tomfloor Verlag (November 2019)
ISBN: 9783964640246
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Genre: Fantasy

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.




Alice führt ein ganz normales Leben mit all den Problemen, die man als Jugendliche in der Schule haben kann. Als es auf einer Familienfeier zu einem Zwischenfall kommt, eröffnet Alice Oma ihr, dass sie eine Hexe ist und Alice ebenfalls eine sei. Da ihre Oma allerdings nichts mit Magie zu tun haben will, steht Alice mit diesen gewaltigen Neuigkeiten und den zahlreichen Warnungen ihrer Oma, ziemlich allein da.

Zum Glück lernt sie kurz darauf Luna kennen. Diese zerstreut Alice Zweifel und bietet ihr an, sie zu unterrichten. Alice lässt sich begeistert darauf ein und malt sich ein wunderbares neues Leben aus. 
Doch je mehr sie sich der Magie hingibt, desto schwieriger wird ihr normales Leben. Freundschaften zerbrechen, sie muss ihre Eltern und Familie belügen und es fällt ihr immer schwerer, die Kontrolle über alles zu behalten.

Mehr und mehr erkennt sie, dass sie längst in einem Netz aus Lügen und Intrigen verstrickt ist und sie nicht mehr weiß, wem sie eigentlich trauen kann. Selbst an ihrem eigenen Verstand zweifelt sie. Ob es noch einen Ausweg für sie gibt?

„Hexenrot“ von Maria Röhreich hat mich zuerst durch sein wunderbares Cover neugierig gemacht. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war klar, dass ich genauer wissen will, wie es Alice mit ihrem Hexendasein ergehen wird.

Den Anfang des Buches mochte ich sehr und hatte sehr schnell ein ziemlich genaues Bild von Alice vor Augen. Dass sie die Warnungen ihrer Oma nicht beherzigt, kann ich gut verstehen. Erst lässt ihre Oma so eine Bombe platzen und dann gibt sie ihr kaum eine Erklärung und verweigert jedes Gespräch. Kein Wunder, dass Alice neugierig ist und nicht einfach mit ihrem Leben weitermacht wie bisher. Wer könnte das schon?! Dazu kommt noch, dass sie erst 16 ist. Daher ist es für Luna auch ein Leichtes, Alice einzuwickeln und ihr Vertrauen zu gewinnen. Ihr Alter musste ich mir allerdings auch immer wieder vor Augen führen, denn mehr als einmal habe ich mich unwillkürlich gefragt, wie man so vertrauensselig und naiv sein kann.

Auch wenn mir der Anfang gut gefiel, irgendwann in der ersten Hälfte des Buches hat mich die Geschichte ein wenig verloren und ich hatte das Gefühl, dass alles ein wenig auf der Stelle trat. Nach diesem Durchhänger im Mittelteil wurde es dann zum Glück noch einmal richtig spannend und es gab die ein oder andere unvorhersehbare Wendung.

Neben Alice mochte ich vor allem Darkness, insbesondere, da ich ihre Motivation nie einschätzen konnte und sie mich bis zum Schluss immer wieder überrascht hat. Für mich war sie die komplexeste Figur.

Insgesamt ist „Hexenrot“ ein etwas anderes und spannendes Buch über eine junge Hexe auf der Suche nach ihrem Platz im Leben und in der Welt der Magie. Auch für die Romantik hat die Autorin gesorgt. Sie schafft es ganz wunderbar, eine Liebesgeschichte in die Handlung einzubinden und ein stimmiges Ganzes zu erschaffen.

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