Tischler und seine Kollegen hatten sich den Abschluss ihres Betriebsausfluges an den Frillensee ganz anders vorgestellt. Doch dann entdeckt Sekretärin Luise am Ufer eine Leiche, eingewickelte in ein Fischernetz – den Findern regelrecht auf dem Silbertablett serviert. Alles deutet darauf hin, dass der Täter wollte, dass Harald Lorenz schnell gefunden wird. Aber warum? Die Obduktion ergibt, dass Lorenz vor seinem Tod betäubt wurde, bevor er ertrank – allerdings nicht im Frillensee. Das wirft weitere Fragen auf.
Hauptkommissar Tischler und Polizeihauptmeister Fink ermitteln in ihrem mittlerweile 12. Fall erneut nach der bewährten TUF-Methode.
Harald Lorenz war ein Einzelgänger, den, abgesehen von seiner Verlobten Christine Winter, offenbar niemand sonderlich mochte. Vor Jahren tauchte er in der Gegend auf, arbeitete zunächst auf einem Reiterhof und später in Christines Fischereibetrieb. Er galt als großspurig und hatte ehrgeizige Pläne: Die heruntergewirtschaftete Firma wollte er ganz groß herausbringen. Dafür schädigte er vermutlich andere Fischer, auch wenn sie ihm das nie nachweisen konnten. Zudem hatte er sich vor seinem unfreiwilligen Abschied vom Reiterhof einige Feinde gemacht. Und dann war da noch ein deutlich früherer Todesfall am Flughafen Salzburg, in den Lorenz verwickelt war. Wen hat er jetzt so gereizt, dass dieser ihn aus dem Weg räumte? Tischler und Fink fischen lange im Trüben, bis sie dem Täter schließlich auf die Spur kommen.
Auch privat läuft es für Tischler alles andere als rund. Seine Freundin Britta ist für 2 Jahre nach Nepal gegangen, zuvor haben sie sich getrennt. Obwohl Tischler das nur im Vertrauen erzählt, macht die Geschichte in Brunngries schnell die Runde. Wenigstens Dackeldame Resi liebt ihn – genauso wie die Wiener – weiterhin abgöttisch. Und dann gibt es ja noch die neue Hauptkommissarin in Traunstein, Anne Reusch … bahnt sich da vielleicht etwas an?
Ich mag, wie die Reihe menschelt und sich Beziehungen und Figuren kontinuierlich weiterentwickeln. Neben den aktuellen Fällen bekommt man auch viel vom Leben in Brunngries und Umgebung mit.
Fink zeigt immer deutlicher, dass er zu einem richtig guter Ermittler geworden ist. Außerdem ist er sportlicher als Tischler und schlägt ihn bei den Verfolgungsjagden regelmäßig.
Tereza und Nori köcheln derweil weiter ihr eigenes Süppchen. Inzwischen haben sie den Autoschrauber Steiner ins Boot geholt, doch erste Probleme zeichnen sich ab. Ich bin gespannt, wann TuF ihnen auf die Schliche kommt.
Auch „Prost, auf die Fischer“ ist wieder sehr unterhaltsame und spannende Cosy Crime aus der Feder von Friedrich Kalpenstein.

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