Erscheinungsdatum: 10.09.2025
Herausgeber: Gmeiner Verlag
Buchlänge: 272 Seiten
ISBN: 9783839208656
Genre: Roman/ Historischer Roman
Als ich auf der Frankfurter Buchmesse auf den Roman „Der grosse UFA-Bluff“ stieß, war meine Neugier sofort geweckt. Ich wollte unbedingt herausfinden, was es mit diesem großen Bluff auf sich hat, den Anton Leiss-Huber nach einer wahren Begebenheit literarisch aufgearbeitet hat.
Die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs sind angebrochen. An einen baldigen Endsieg glaubt kaum noch jemand. Doch die SS plant eine „Nacht der langen Messer“, die unbequemen Künstlern und ihren Familien den Tod bringen soll. In dieser ausweglos scheinenden Situation tritt Eberhard Schmidt, Produktionsleiter der UFA auf den Plan. Er schmiedet einen ebenso kühnen wie lebensgefährlichen Plan, um ebenjene Künstler in Sicherheit zu bringen.
Schmidt gaukelt Joseph Göbbels und seinen Mitstreitern vor, fest an den deutschen Endsieg zu glauben – und diesen mit einem Film verherrlichen zu wollen. Für die angeblichen Dreharbeiten müsse man allerdings nach Tirol reisen. Der Bluff scheint zu funktionieren: Es gelingt ihm, mehrere Künstler, darunter Luis Adrian und Lisa Lion, nach Mayrhofen zu bringen. Doch wie soll man den Anschein einer Filmproduktion wahren, wenn nicht einmal ein Meter Film zur Verfügung steht? Die Einheimischen werden misstrauisch, und auch die Nationalsozialisten verlangen bald erste Ergebnisse.
Wird es der Filmcrew gelingen, den Bluff bis zum Ende des Krieges aufrechtzuerhalten?
Was für eine spannende Geschichte! Anton Leiss-Huber schreibt lebendig und mitreißend. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten im Geschehen, habe gebangt und mit den Figuren mitgefühlt. Es fiel mir schwer, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen.
Der Autor hat akribisch recherchiert und historische Fakten gekonnt mit seinen fiktiven Figuren Luis und Lisa verwoben, wodurch die Geschichte durchgehend realitätsnah wirkt. Besonders interessant sind die Begegnungen mit Erich Kästner und Marika Rökk. Die sich entwickelnde Liebesgeschichte lockert die spannungsgeladene Atmosphäre wohltuend auf, ohne ihr die Dramatik zu nehmen.
Ein fesselnder historischer Roman der zeigt, wie nahe Wahrheit und Täuschung im Überlebenskampf beieinander liegen können.
Lesenswert!

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