Donnerstag, 12. März 2026

Richtig gutes Essen


Buchdetails: 

Erscheinungsdatum: 10.02.2026

Herausgeber: DuMont Buchverlag 

Buchlänge: 160 Seiten 

ISBN: 9783755800859

Genre: Roman 

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„Richtig gutes Essen“ – wer weiß das nicht zu schätzen?

Nitani jedenfalls nicht.


Er lebt nach dem Motto:


„Ich wünschte, ich könnte dreimal am Tag Instantnudeln essen und trotzdem alle Voraussetzungen für ein gesundes Leben erfüllen.“

(Auszug aus dem Buch)


Könnte eine Frau mit exzellenten Kochkünsten Nitani von seiner Sucht nach Instantnudeln befreien? Zumindest ist Ashikawa genau die Art Frau, die er gerne heiraten würde.

Die beiden sind Teil einer ziemlich schrägen Bürogemeinschaft. Ashikawa hat es nicht so mit der Arbeit. Stattdessen pflegt sie ihre kleinen Wehwehchen und geht deshalb häufig früher nach Hause. Dafür hat sie ein Talent zum Backen und bringt ihren Kollegen oft leckere Kuchen mit zur Arbeit. Trotzdem stößt sie meist auf Ablehnung – allen voran bei Oshio, Nitanis Trinkpartnerin, die charakterlich viel besser zu ihm passt. Ihr vertraut er auch seine Leidenschaft für Literatur an.

Schauplatz der Geschichte ist eine Firma in der Nähe von Tokio. Autorin Junko Takase zeigt anhand dieser Bürogemeinschaft, wie absurd das Zusammenleben im Arbeitsalltag manchmal sein kann. Dabei blitzt immer wieder ein trockener, fast skurriler Humor auf. In ihrer Geschichte geht sie der Frage nach, warum wir im Leben manchmal falsch abbiegen.


Besonders gefallen hat mir der Einblick in die Kultur und Küche Japans. Während des Lesens habe ich mehrfach neugierig nach den erwähnten Gerichten gegoogelt.

Auch die Buchidee ist originell. Allerdings ist der Schreibstil ebenso gewöhnungsbedürftig wie die Figuren. Mir fiel es nicht immer leicht, mich in das Geschehen hineinzudenken. Ich fühlte mich den Charakteren nicht besonders nah und habe oft nicht verstanden, warum sie in bestimmten Situationen so reagieren.


Trotzdem bleibt „Richtig gutes Essen“ ist ein ungewöhnlicher Roman, der interessante Einblicke in die Arbeitswelt, in zwischenmenschliche Erwartungen und die Esskultur in Japan gewährt – und der zeigt, dass es manchmal gar nicht so einfach ist zu erkennen, was im Leben wirklich „richtig gut“ ist.


 

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