„Frankie, mein Name. Kater, Agnostiker und Hedonist. Wie ich Agnostiker und Hedonist wurde und einen Mann namens Gold rettete, der an einem Faden hing, das könnt ihr alles im Buch „Frankie“ lesen, falls euch danach ist.“ (Zitat aus dem Roman)
Und dieses Buch endet damit, dass Gold und Frankie eine Weile glücklich zusammenleben, bis Gold infolge seiner Depressionen in der Klapse landet.
Hier setzt die neue Geschichte ein.
Frankie wird in dieser Zeit von Anna versorgt, aber ihm ist schnell klar, dass das nicht sein Leben ist. Gold fehlt ihm. Er darf ihn nicht einmal besuchen.
Durch ein Missgeschick gerät Frankie in ein Müllauto und schließlich auf eine Mülldeponie. Von dort aus findet er nicht mehr nach Hause. Er will zurück. Unbedingt. Und so beginnt für ihn eine Reise, die ihn weit weg von allem führt, was er bisher kannte.
Unterwegs trifft Frankie auf verschiedene Menschen, unter anderem auf ein Flüchtlingsmädchen namens Shattab, das offenbar auf der Straße lebt. Frankie bleibt bei ihr und genau diese Begegnung gibt dem Buch eine besondere emotionale Ebene.
Wird es Frankie gelingen, sein Zuhause wiederzufinden?
Der Roman ist locker und leicht geschrieben und hat trotzdem viel Tiefe. Jochen Gutsch bedient sich einer frischen, frechen, aber teils auch philosophischen Sprache.
Frankie kommentiert die Welt auf seine ganz eigene, direkte Art und trifft dabei erstaunlich oft ins Schwarze. „Menschisch“ kann er!
Ich bin seit dem ersten Buch ein großer Frankie Fan. Dieser Kater ist so cool und zauberhaft ehrlich. Ich möchte ihn am liebsten sofort adoptieren. Beim Lesen musste ich oft schmunzeln, aber es gab auch viele Momente, die mich nachdenklich stimmten.
Einsamkeit, Flucht, Freundschaft und die Frage nach Zugehörigkeit sind zentrale Themen des Buches. Frankie ist zwar der Star, aber auch Shattabs Charakterdarstellung fand ich großartig. Ihre Geschichte hat mich besonders berührt. Gemeinsam sind die beiden starke Romanhelden.
„Frankie unter Menschen“ ist ein ebenso amüsantes, wie kluges und herzerwärmendes Buch über das, was wir alle suchen. Einen Ort, an dem wir ankommen können, an dem wir zuhause sind, mit jemandem, der zu uns gehört und der bleibt.

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