Mittwoch, 23. September 2026

Gold aus der Wiener Werkstätte - Hintergründe zum Schauplatz

                          

Im August habe ich Euch im Rahmen unserer Aktion #bloggerfürhomer Beate Malys historischen Krimi „Gold aus der Wiener Werkstätte“ vorgestellt. Der Kriminalfall hat mich natürlich neugierig gemacht, aber mindestens genauso spannend fand ich den Schauplatz: Die Wiener Werkstätte mit ihrer faszinierenden Verbindung von Kunst, Handwerk und Design.


Gegründet wurde die Wiener Werkstätte 1903 von den Künstlern Josef Hoffmann und Koloman Moser gemeinsam mit dem Industriellen Fritz Waerndorfer. Sie verstand sich als Produktionsgemeinschaft für bildende Kunst und Kunsthandwerk und prägte das Wiener Kulturleben über Jahrzehnte, bevor sie 1932 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten schließen musste.

Und ich muss gestehen: Mein eigenes Bild von der Wiener Werkstätte war bisher ziemlich einseitig. Wenn ich daran dachte, kamen mir vor allem Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Egon Schiele in den Sinn – und Frauen eher als Modelle in ihren Bildern. Dass Frauen in der Wiener Werkstätte selbst kreativ tätig waren und Schmuck, Textilien, Keramiken und Möbel entwarfen und gestalteten, war mir so gar nicht bewusst.

Genau solche Entdeckungen liebe ich an historischen Romanen: Man taucht in eine Geschichte ein und nimmt ganz nebenbei noch etwas mit, das man vorher so nicht auf dem Schirm hatte.

Nun wird es spannend: Am 03.10.2026 findet in Erfurt die Preisverleihung zum Goldenen Homer statt. Ich drücke Beate Maly und „Gold aus der Wiener Werkstätte“ ganz fest die Daumen! Im vergangenen Jahr gab es für „Mord im Böhmischen Prater“ Bronze – und nachdem Bronze schon geschafft ist, darf es dieses Jahr für mich sehr gern mindestens Silber werden. 

Weiterführende Informationen und Fotos zur Wiener Werkstätte findet ihr übrigens u.a. im Kunstmagazin Parnass

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