Dienstag, 9. Januar 2018

The Assassin of Verona

Shakespeare auf gefährlicher Mission in Italien


von Benet Brandreth


Format: Ebook
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Zaffre (September 2017)
Sprache: Englisch
Genre: Roman








William Shakespeare und seine Freunde Oldcastle und Hemminges müssen 1586 aus Venedig fliehen, wenn ihnen ihr Leben lieb ist. Die Queen soll gestürzt werden und die drei hüten ein tödliches Geheimnis: die Namen der katholischen Verschwörer. Sie finden Zuflucht in Verona, doch auch dort ist die Gefahr nicht weit. Besonders Father Thornhill, ein Gesandter des neuen Papstes ist mit Vorsicht zu genießen. Mit allen Mitteln versucht er die strengen Ansichten und Regeln des Papstes durchzusetzen.

Die drei Engländer sind ihm ein Dorn im Auge, ebenso hat er es auf Aemelia, die Tochter des Herzogs abgesehen. Diese versucht mit allen Kräften ihre Affäre mit ihrem Cousin, einem mittellosen Dichter, zu verheimlichen. Als Hemminges, Oldcastle und Shakespeare auf Aemelia treffen, verweben sich die ursprünglich einzelnen Handlungsstränge immer mehr.

Mit „The Assassin of Verona“ bringt Benet Brandreth bereits die zweite fiktive Erzählung rund um William Shakespeare. Spannend und gut durchdacht erzählt er eine Geschichte voller Intrigen und Machtgier, Liebe und purem Hass. Auch wenn es sich um eine frei erfundene Geschichte handelt, so hat sich der Autor nicht nur sehr gründlich mit dem großen Dichter auseinandergesetzt, auch die Zeit, in der das Geschehen seinen Lauf nimmt, und die Handlungsorte sind gut recherchiert.

Es hat mich sehr gefreut, dass William Shakespeare nicht einfach nur die Hauptfigur ist, gekonnt schafft es der Autor Anspielungen und Hinweise auf diverse Stücke von Shakespeare einzuflechten, unter anderem die Verkleidung einer Frau als Mann oder den Hinweis auf Sonett Nummer 18 im Epilog.

Auch der Aufbau des Buches gleicht einem Werk von Shakespeare. Zwar handelt es sich eine Prosaerzählung, dennoch ist das Buch in die klassischen fünf Akte aufgeteilt und eine Übersicht aller auftretenden Personen ist der Geschichte vorangestellt.

Der Schreibstil ist flüssig und hat mich nach einer gewissen Zeit gefesselt. Den Einstieg fand ich allerdings etwas mühsam. Nach dem Wettschwimmen zu Beginn des Buches, kam mir das weitere Geschehen erst einmal zäh und wenig interessant vor. So auch die erste Szene mit Aemilia und Valentine. Zum Glück hielt dieser Eindruck nicht allzu lange an und ich habe das restliche Buch genossen.

Mein Fazit: Für mich war dies das erste Buch aus der Feder von Benet Brandreth, doch ich bin sicher, dass es nicht das letzte bleibt. Ich weiß nicht, ob und wann nochmal ein neuer Shakespeare-Roman erscheint, doch es gibt ja mit „The Spy of Venice“ ja immer noch den ersten Teil :-)

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