Sonntag, 17. Juni 2018

Sommer in Bloomsbury

Lockerleichte Liebesgeschichte


von Anne Darling 

 
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Penguin Verlag (Mai 2018)
ISBN: 9783328101116
Genre: Liebesroman

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Leseexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.


 



Verity liebt ihre Arbeit in der kleinen Buchhandlung „Happy Ends“. Am liebsten bliebe sie allerdings in ihrem Büro und hätte gar keinen Kundenkontakt. So bleibt ihr nur, ihn auf das absolut Nötigste zu beschränken – ganz so, wie sie es auch mit anderen sozialen Kontakten macht. Um den Kuppelversuchen ihrer Kollegen und ihrer Familie zu entgehen, die meinen, sie könne doch nicht immer allein bleiben, erfindet sie kurzerhand einen Freund namens Peter Hardy. Alle freuen sich für sie und seine ständige Abwesenheit lässt sich ja leicht mit seinem Job als Ozeanograf erklären.

Dummerweise sind ihre Kollegen mehr als neugierig auf diesen mysteriösen Freund und so verfolgen sie Verity, als sie vermeintlich zu einem Date unterwegs ist. Zum Glück bekommt sie Hilfe von Johnny. Da dieser ebenfalls gut eine Alibi-Freundin brauchen könnte, scheint die Lösung auf der Hand zu liegen…

Ich habe mich riesig gefreut, als ich endlich den zweiten Teil der Reihe rings um die Buchhandlung „Happy Ends“ entdeckt habe. Letztes Jahr habe ich den ersten Teil, „Der kleine Laden der einsamen Herzen“ (neu aufgelegt unter dem Titel „Der kleine Laden in Bloomsbury“,) regelrecht verschlungen und begeistert die Geschichte von Posy verfolgt, der Besitzerin der Buchhandlung. Der Auftakt zu „Sommer in Bloomsbury“ beginnt ebenfalls vielversprechend mit einem Zitat aus „Stolz und Vorurteil“, Veritys Lieblingsbuch. Überhaupt ist der ganze Roman mit Zitaten und Anspielungen aus Jane Austens Werkgespickt, was mir als Fan sehr gefallen hat.

Doch trotz des vielversprechenden Beginns kommt dieser Band für mich nicht an den Charme des ersten Teils heran. Johnnys ewiges Drama, warum er keine feste Beziehung eingehen kann, hat mich zunehmend genervt und ein wenig fehlten mir die amüsanten Wortgefechte, die ich im ersten Teil so geliebt habe. In diesem Band wurde es für mich schnell kitschig, ein bisschen weniger hätte mir an der ein oder anderen Stelle besser gefallen. Auch das Ende ging mir dann ein bisschen zu schnell und zu glatt.

Auch wenn sich das jetzt alles nicht allzu positiv anhört, hat es mir dennoch Spaß gemacht wieder über die kleine Buchhandlung und die ihren liebenswerten Mitarbeiter zu lesen. Ebenso wie Posy im ersten Teil, macht auch Verity im Laufe des Buches eine Wandlung durch. Sie wird offener, ohne eine komplette Kehrtwendung zu machen. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Anne Darlings Schreibstil ist lockerleicht und lässt einen durch die Seiten fliegen. Unterm Strich bleibt für mich eine schöne, romantische Liebesgeschichte in einem großartigen Setting (zu gerne würde ich mal in „Happy Ends“ stöbern), die mir ein paar wunderbar entspannte Lesestunden beschert hat. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, der zu Beginn des Jahres im englischen Original erschienen ist.

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