Dienstag, 5. Juni 2018

Sommer mit Aussicht

Eine Reise in die Provence für 2,5 Sterne


von Lena Wolf


Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag (Mai 2018)
ISBN: 9783499291326
Genre: Roman

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Leseexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.





Luisa ist auf dem Weg in die Provence. Doch statt sich entspannt auf einen schönen Urlaub zu freuen, ist Luisa eher gestresst. Das Ziel ihrer Reise ist nämlich die Pension ihrer leiblichen Mutter, die sie noch nie zuvor getroffen hat. Dass ihr Noch-Ehemann Stefan sowie ihre Adoptivmutter Elisabeth mit im Auto sitzen, vereinfacht die Sache nicht gerade - zumal Elisabeth noch nichts von der Trennung weiß. Zu allem Unglück bleibt das Auto dann auch noch kurz vor dem Ziel liegen. Immerhin, eine Mitfahrgelegenheit ist schnell gefunden...

Nachdem der Klappentext nach einer amüsanten und turbulenten Sommergeschichte klang, musste ich direkt zugreifen und habe das Buch voller Vorfreude aufgeschlagen. Mit der ersten Seite wurde ich dann auch gleich zu Luisa, ihrer Mutter und ihrem (Ex-)Mann ins Auto befördert. Eine ruhige Fahrt in den Urlaub stelle ich mir zumindest ganz anders vor, um es vorsichtig auszudrücken. Stefan macht auf heile Familie, Mama braucht ständig Pausen und der ersten Begegnung mit ihrer leiblichen Mutter sieht Luisa mit sehr gemischen Gefühlen entgegen. Luisas Zweifel, ob diese Reise wirklich eine gute Idee war, konnte ich von Beginn an nachvollziehen, umso mehr aber nachdem nach und nach die Vorgeschichte bekannt wird. Doch auch wenn ich Luisa in diesem Punkt verstehen konnte, vieles anderes konnte ich nicht so recht nachvollziehen, zum Beispiel, dass sie Elisabeth nichts von der bevorstehen Scheidung erzählt.

Leider bin ich mit Ausnahme von Elisabeth auch mit den übrigen Charakteren nicht richtig warm geworden. Sie waren mir nicht wirklich unsympathisch, aber auch keine Personen, mit denen ich unbedingt näheren Kontakt schließen müsste. Sie waren für mich wie flüchtige Bekannte, die man zwar grüßt, mit denen man vielleicht ein paar Worte wechselt, mehr aber nicht. Daher haben mich auch die aufkommenden Gefühle nicht wirklich berührt.

Der Schreibstil war flüssig, allerdings konnte er mich nicht mitreißen.
Ein wenig kam mir das Buch wie das Cover vor: einige schöne Akzente, aber größtenteils eher blass.

Insgesamt eine nette Familien-/ Sommergeschichte, die sich gut zwischendurch lesen lässt, aber zumindest bei mir keinen längerfristigen Eindruck hinterlassen hat.

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