Sonntag, 24. November 2019

Was perfekt war

von Colleen Hoover




  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft, bold (25. Oktober 2019)
  • ISBN-13: 978-3423230018
  • Genre: Liebesroman


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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!

Quinn und Graham lernen sich auf dem Flur vor der Wohnung ihres Verlobten kennen. Ihr Verlobter und seine Freundin sind in einer eindeutigen Situation.
Ein halbes Jahr später treffen sie sich wieder und kaum ein Jahr später sind sie glücklich verheiratet.
Acht Jahre danach: Jemanden zu lieben, heißt nicht unbedingt, mit ihm glücklich zu sein. Quinn und Graham lieben sich und dennoch gibt es ein Problem, dass ihre Beziehung zu zerfressen droht.

Colleen Hoover ist eine ganz besondere Schriftstellerin und diese Geschichte ist keine jugendlich leichte Story, nein, hier findet man eine erwachsenere Geschichte.
Die Art und Weise, wie Quinn und Graham sich kennenlernen ist garantiert nicht gewöhnlich und bei den meisten wäre dies auch keine gute Grundlage. Hier ist es der Start einer ganz besonderen Liebe. Vielleicht ist es Schicksal, dass sie sich genau dort begegnet sind mit ganz viel Glück gepaart. Als sie sich später wieder begegnen, können sie nicht mehr ohne einander.
Im Buch erlebt man ihre Geschichte im Jetzt und im Damals, was die Geschehnisse toll beleuchtet und auch den Weg gut darstellt, wie es zu der jetzigen Situation gekommen ist.
Denn im Jetzt, 8 Jahre später, steht es um die Ehe nicht gut. Quinn ist völlig zerrissen, da sie seit langer Zeit, ohne Erfolg, versuchen ein Kind zu bekommen. Für sie ist der Sex nur noch Mittel zum Zweck und sie macht sich selbst das Leben schwer. Es ist auf jeder Seite spürbar, wie sehr sie sich lieben, doch haben sie beide vergessen, dass man reden muss. Quinn verliert sich in ihrer Trauer um den unerfüllten Kinderwunsch, ihre Selbstzweifel, ihre Verzweiflung und ihre Abneigung gegen körperliche Nähe sind nachvollziehbar beschrieben.
Die meisten Paare, die keine Kinder bekommen können oder es zumindest länger versuchen, werden mit Quinn mitfühlen können.
Aber Graham tut mir auch so unendlich leid, denn er schafft es einfach nicht mehr an sie heranzukommen und das, obwohl sie so eine enge Beziehung zueinander haben. Ich konnte beiden ihre Gefühle voll und ganz abnehmen und habe gelitten und gehofft, dass sie endlich wieder zueinander finden.
Die Abschnitte von damals haben einen die Nähe der Beiden auf jeder Seite spüren lassen, die unendliche Liebe, den Humor, der zu ihren guten Zeiten zwischen ihnen vorgeherrscht hat und diese ganz besondere Zuneigung für die man jeden beneidet.
Doch hinter der Fassade herrschte Eiszeit und Frust, Liebe und dennoch Abneigung, eine Zerrissenheit, die man niemanden wünscht. Dieses Buch zeigt, dass man in jeder Beziehung kämpfen muss, teils wegen kleiner Probleme, teils wegen gefühlt unüberwindbarer Probleme, aber solange einer die Hoffnung nicht aufgibt, noch nicht alles zu spät ist.
Dieses Buch war anders, als die bisherigen, die ich von der Autorin kannte, ein Buch mit Problemen, die Paare einfach so erleben können, ohne etwas daran ändern zu können. Wie immer war es trotz des schwierigen Themas einfach toll geschrieben, man möchte einfach immer weiter lesen und man erfährt durch den Perspektivenwechsel die Veränderung der Beziehung zwischen früher und heute.

Ein berührendes Buch, das sich einem Problem annimmt, welches immer mal Paare betrifft. Mit vielen Gefühlen und einer wunderschönen Liebe, die einen nicht aufgeben lässt. Unbedingt lesen!

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