Donnerstag, 6. Februar 2020

Die Legende der Weber


Spannend und toll geschrieben


von Nicolas von Szadkowski
 

Taschenbuch: 360 Seiten
Verlag: Chaospony Verlag (November 2017)
ISBN: 9783981870350
Genre: Fantasy


Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.



Nilas ist ein Weber. Doch was das heißt, muss er schmerzhaft lernen, als eines Tages Mitglieder des Ordens von Hamarra den Hof seines Ziehvaters überfallen und er auf den geheimnisvollen Everand Solas trifft. Auch Everand ist ein Weber, stets auf der Suche nach Jungen und Mädchen, die die Gabe ebenfalls in sich tragen. Weber sind dazu in der Lage aus dem Nichts Dinge zu erschaffen, zu weben, oder auch Verletzungen zu heilen. Einst waren sie angesehene Bürger in den Reichen, doch inzwischen müssen sie ihre Gabe verbergen, insbesondere vor den Vernichtern. Diese sind in vieler Hinsicht das Gegenteil der Weber. Ihre Gabe ist das Zerstören und wo die Weber heilen, lassen sie mit einer Handbewegung Knochen brechen – oder Schlimmeres.

Der Krieg zwischen den Webern und Vernichtern tobt schon seit Jahrhunderten und Nilas ist nun ein Teil davon. Everand bringt ihn in die verborgene Burg der Weber, wo Nilas gemeinsam mit anderen Jungen und Mädchen lernt, seine Fähigkeiten zu kontrollieren. Auch tägliches Kampftraining steht auf dem Programm. Bald schon wird allerdings aus dem Training bitterer Ernst und Nilas und seine Freunde müssen alles einsetzen, was sie bislang gelernt haben.

Nicolas von Szadkowskis Fantasyroman „Die Legende der Weber“ hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Scheinbar mit Leichtigkeit baut Szadkowski Spannung auf und hat mich mit seinen Figuren mitfiebern und mitfühlen lassen. Nilas ist ein sympathischer Protagonist. Er ist offen, mutig und setzt sich für andere ein. Trotzdem ist er bei weitem nicht perfekt und er lernt nicht schneller als die anderen. Vor allem die Kontrolle über seine Fähigkeiten verlangt ihm alles ab, zumal sie sich anders darstellt, als bei seinen Freunden. Nilas Verhalten ist nicht immer klug, aber in jedem Fall nachvollziehbar.

Seine Freunde werden nicht ganz so ausführlich beschrieben, dennoch habe ich eine gute Vorstellung von Ihnen. Umso detaillierter lernen wir dafür Seneschall Garedin Umbris vom Orden von Hamarra kennen. Ich hoffe bloß, dass er am Ende bekommt, was er verdient.

Neben den Webern und einigen Vernichtern, lernen wir im letzten Viertel des Buches auch noch Taneesha und ihre Herrin Raya An‘ Nor kennen. Ihre Rolle in dem Ganzen kann ich noch nicht einschätzen, da der Handlungsstrang bislang für sich allein zu stehen scheint, nichtsdestotrotz war er sehr spannend und Raya ist für mich tatsächlich die interessanteste Figur der Geschichte. Nur zu gern hätte ich mehr von ihr gelesen.

Womit ich auch an einem für mich wichtigen Punkt bin. Ich hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird, denn die Geschichte endet nicht nur offen mit einem Cliffhanger, sondern mehr oder weniger mittendrin. Dies ist auch der einzige Kritikpunkt den ich habe. Ich hätte mir ein etwas runderes Ende gewünscht.

Insgesamt kann ich aber nur sagen, dass mir „Die Legende der Weber“ sehr gefallen hat: angefangen von der Geschichte an sich, den Charakteren bis hin zum mitreißenden Schreibstil. Daher volle Punktzahl von mir.

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