Montag, 17. Februar 2020

Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten


 


  • Autorin: Jutta Hajek
  • Seitenzahl: 224 Seiten
  • Verlag: bene!; Auflage: 1. (20. August 2019)
  • ISBN-13: 978-3963400759
  • Genre: Biographie

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)    
Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt,   dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!



INHALT:

Maria Müller ist schon bei ihrer Geburt fast blind. Weil sie vor der Gestapo fliehen konnte, entgeht sie ganz knapp dem Schicksal vieler Menschen, die wegen ihrer Behinderung oder einer psychischen Erkrankung nach Hadamar gebracht und dort ermordet wurden, weil ihr Leben als „unwert“ galt.
Mariechen, wie sie liebevoll genannt wird, wächst als starke Frau auf, die sich von ihren Einschränkungen nicht abhalten lässt. In der Handelsschule verstößt sie gegen alle Regeln, sie ergattert einen guten Job und baut ein selbstentworfenes Haus. Mit ihrer großen Liebe Josef, der auch blind ist, bekommt sie zwei Söhne. Auch Christof und Stefan werden ebenfalls fast blind geboren. Doch Stefan und Christof haben nicht nur die Erbkrankheit ihrer Eltern geerbt, sondern auch ihren starken Lebenswillen. Stefan wird als erster Blinder in Deutschland zum Priester geweiht und Christof wird Religionslehrer an einer Schule für Sehende.

Jutta Hajek erzählt die wahre bewegende Geschichte einer blinden Familie, die der lebende Beweis dafür ist, dass man jedes Hindernis im Leben bewältigen kann – mit starkem Willen und Gottvertrauen.

MEINUNG:

Die Geschichte dieser Familie hat mich wirklich fazsiniert. Wie sie mit ihrer Blindheit umgehen, welchen Lebensmut sie haben und wie sie ihr Leben meistern.

Das Buch ist in 4 Kapitel unterteilt, in denen Maria, Stefan, Christof und auch die Autorin ihre Geschichte erzählen. Ich fand es schön, dass man im letzten Kapitel vom der Autorin erfährt, wie es zu diesem Buch gekommen ist. Am Besten haben mir aber die ersten Seiten gefallen, wo man Mariechen und ihr Leben kennenlernt. Es hat mich wirklich sehr beeindruckt, was für eine starke Persönlichkeit sie schon als kleines Kind ist. Sie hat sich nicht von ihrer Blindheit hinunterziehen lassen und alles gemacht, was andere Kinder in ihrem Alter auch machen. Manchmal hat man ihr gar nicht angemerkt, dass sie fast blind ist. Aber gerade in der Zeit des Zweiten Weltkrieges war das auch sehr gut. Nicht auszudenken, wenn die Männer der Gestapo sie damals gefunden hätten. Aber auch Christof und Stefan haben mich sehr beeindruckt. In dieser Familie wird Zusammenhalt groß geschrieben und jeder weiß, dass er sich auf den Anderen verlassen kann.

Biografien sind ja manchmal recht trocken geschrieben, aber Jutta Hajek hat es geschafft, jede Zeit sehr lebendig wirken zu lassen. Man sollte wissen, dass es im Buch viel um den katholischen Glauben geht. Mir hat es beim Lesen nichts ausgemacht, aber ich denke, man sollte es berücksichtigen, wenn man nicht gerade gläubig ist.

FAZIT:

Ein sehr tolles Buch über eine Familie, die meinen größten Respekt hat. Ich wünsche ihnen wirklich nur das Beste.

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