Freitag, 10. April 2020

Niemandsstadt

von Tobias Goldfarb




  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 1. (14. Februar 2020)
  • ISBN-13: 978-3522202671
  • empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
  • Genre: Fantasy

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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!

In der Niemandsstadt gibt es alles, was man sich in der Wirklichkeit erträumt. Drachen ziehen durch die Wolken, Statuen zwinkern einem freundlich zu und die drei Sonnen wärmen einem das Gesicht und den Rücken gleichzeitig. Doch die Niemandsstadt ist in Gefahr! Crowbots spionieren die Stadt aus, die Magie wird geraubt und immer wieder gibt es weite, weiße Leeren. Ausgerechnet Josefine soll eingreifen – aber wie bekämpft man einen Gegner, der nicht existiert?

Das Cover fand ich toll, der Klappentext klang anders und irgendwie hat es mich trotzdem leider nicht abgeholt.
Josefine „Fein“ landet immer mal wieder in der Niemandsstadt und erlebt dort tolle Zeiten, doch diese weißen, weiten leeren Felder sind nicht normal und dann begegnet sie noch James, den sie in der Niemandsstadt sucht. Es gibt eine Gefahr und diese Gefahr muss irgendwie von ihr aufgehalten werden. Doch dann landet sie im Koma und keiner weiß, was mit ihr los ist.
Ihre Freundin Elisabeth „Eli“, die zu Beginn eher etwas oberflächlich daherkam, machte im Laufe der Geschichte eine gute Entwicklung durch und man erkannte, was wirklich hinter ihrer Figur steckt. Josefine dagegen war mir zu Beginn recht sympathisch, war mir aber im Ganzen etwas zu farblos.
Die Idee fand ich gut und anders, doch zog sie sich für mich zäh wie Kaugummi. Das lag nicht am Schreibstil, der war altersgerecht und flüssig, mit kurzen Kapiteln, doch aus irgendeinem Grund konnte mich die Story nicht abholen und war mir stellenweise etwas zu wirr. Auch mein Sohn fand sie etwas wirr, wobei er nicht über die 100 Seiten hinausgekommen ist, da er es dann abgebrochen hat.
Die Beschreibungen waren mit vielen fantastischen Elementen und stellenweise auch etwas ungewöhnlich, doch dadurch auch außergewöhnlich. Die Orte konnte man sich sehr gut vorstellen und dennoch war es irgendwie anders als erwartet. Meist ist dies ja auch nicht schlimm, aber, wenn ich ein Buch ohne Probleme zur Seite lege, eher über die Seiten hinwegfliege, weil mich das Geschehen nicht packt, ist das leider schade.
Zum Ende hin kommt Spannung auf, doch konnte das für mich nicht den Rest des Buches aufwiegen.
Die Thematik Träume versus Technik war gut in die Geschichte gebracht und es ist richtig, dass die Magie des Moments durch den ständigen Medienkonsum geschmälert wird. Ob sich ein Kind mit 13 dessen auch schon bewusst ist? Doch vielleicht regt es zum Nachdenken an, was ja schon sehr viel wert wäre.
Was dem Autor super gelungen ist, dass die Verwebung von hier und drüben so gut ineinandergegriffen hat und dies zusätzlich zu Verwirrungen sorgen konnte. Man kann genau nachfühlen, wie es Fein zu Beginn der Story gegangen sein musste, wenn sie nicht immer sofort wusste, ob sie jetzt schon in der Niemandsstadt ist.

Leider hat mich das Buch nicht richtig abgeholt und es war trotz der fantastischen Elemente gepaart mit dem technischen Zeitalter, nichts für mich. Aber ich denke, es wird viele Liebhaber geben, die genauso eine Geschichte suchen.

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