Donnerstag, 23. April 2020

Seele in Aufruhr - Muttertat

Buchdetails:

Erscheinungsdatum: 20.03.2020

Herausgeber: Independently published

Buchlänge: 225 Seiten

ISBN: 9798619839562

Genre; Psychothriller (Band 11 der Jim Devcon Reihe)








„Der Tod hielt sich nicht an Regeln. Der Tod kam, wann und wie er wollte. 
Mal mit Ankündigung, oft auch ohne.“ (Auszug aus dem Buch)

Ein Schlaganfall holt Polizeipräsident Norbert Fringe aus dem Leben. 
Jim Devcon starrt auf den mit Erde und Blumen überschütteten Sarg. 
„In diesem Augenblick war die Wirklichkeit wie ein roher Krieger über seinen noch im Verdrängungsmodus operierenden Verstand hereingebrochen.“ (Auszug aus dem Buch)

Mit diesem Szenario beginnt der elfte Band der Jim Devcon-Reihe und ich hoffe sehr, dass der raubeinige Chefermittler mit den texanischen Wurzeln nun endlich aus seiner Lethargie erwacht. 
Seelen in Aufruhr? Die Tat einer Mutter? Was verbirgt sich hinter diesem Buchtitel? 

Eine Frau sitzt auf einer Parkbank neben dem Leichnam eines Mannes. Sie bleibt stumm, redet mit niemandem. 
Schnell ist für den neuen Polizeipräsident klar, die Frau ist einen Mörderin. Fall gelöst! Allgemeines Schulterklopfen. 
Ein Orkantief namens Jim Devcon naht, denn für ihn ist der Fall keineswegs abgeschlossen. Die Fetzen fliegen.  
Und bald schon führt die Spur zu einem unfassbaren Verbrechen. 

Seit Band eins bin ich ein bekennender Jim Devcon-Fan. Seine Fälle sind speziell und einzigartig. Manchmal ist dieser Texaner ein ziemlicher Sturkopf, aber er im Grunde seines Herzens ist er ein netter Kerl. Allerdings musste Jim im Laufe seiner Dienstjahre einige Schicksalsschläge hinnehmen, die nicht spurlos an 
ihm vorbeigegangen sind. 
Hinzu kommt, das Jim mit seiner Kollegin Tatjana Kartan auch privat liiert ist und dies zwangsläufig den einen oder anderen Konflikt mit sich bringt. Obwohl die beiden in diesem Buch ausgesprochen harmonisch miteinander umgehen.

Wieder thematisiert die Buchautorin eine schlimme psychische Störung und ihre Folgen. Menschen im religiösen Wahn! Ihr Konstrukt wirkt realitätsnah, denn sie arbeitet tatsächliche Hintergrundinformationen  in ihre fiktive Geschichte ein. 
Beeindruckend finde ich die Charakterdarstellung der Frau von der Parkbank, die offenbar Furchtbares erlebt hat. 
Zunächst ist das Geschehen undurchsichtig. Wer ist der „Körper“? Gefesselt lese ich weiter. Erste Mutmaßungen deuten sich an. Mit jeder gelesenen Seite offenbaren sich neue grausame und schockierende Details. Die Ereignisse spitzen sich zu und entladen sich im finalen Showdown. 
Ich bin geflasht und bleibe nachdenklich zurück. 
200 Seiten geballte Thrillerkost! 
Jim Devcon überzeugt einmal mehr durch seinen Spürsinn. Ich mag den Kerl und freue mich, dass er zu alter Stärke zurückgefunden hat. Hoffentlich schickt ihn die Autorin noch nicht so bald in Pension. 

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