Dienstag, 16. Juni 2020

Der Fahrer

Spannend!


von Andreas Winkelmann

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (Juni 2020)
ISBN: 9783499000386
Genre: Thriller


Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
Vorab Hinweis: Zwar wurde uns ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.





#findemich – Diese Aufforderung steht auf dem verlassenen Auto einer jungen Frau. Und nicht nur auf ihrem Auto stehen diese leuchtenden Buchstaben. Immer mehr Hashtags tauchen auf und versetzen mit einem Mal Hamburg in Angst und Schrecken. Ein Serienmörder macht Jagd auf junge Frauen, die spät abends oder nachts allein auf dem Heimweg waren. Zudem scheint er ein makabres Spiel mit der Polizei zu spielen.

Jens Kerner ermittelt zusammen mit seinem Team unter enormen Zeitdruck. Was verbindet die jungen Frauen? Wie hat ihr Mörder sie ausgewählt? Die einzige Gemeinsamkeit scheint der neue Fahrdienst MyDriver zu sein, den alle irgendwann einmal nutzten. Hat der Mörder sie unterwegs kennengelernt?

„Der Fahrer“ ist der dritte Fall für Jens Kerner und Rebecca Oswald. Nachdem mich die ersten beiden Fälle begeistert haben, war klar, dass ich auch das neue Buch von Andreas Winkelmann lesen werde und dass die Messlatte ziemlich hoch liegt. Zum Glück steht der dritte Fall seinen Vorgängern in nichts nach. Ich liebe es, wie Andreas Winkelmann immer wieder normale Alltagssituationen nimmt, die jeder kennt, und um sie herum einen spannenden Thriller webt. In diesem Fall rückt ein privater Fahrdienst bzw. ein Mietwagenunternehmen in den Fokus, wie es sie inzwischen in vielen Städten als Alternative zu Taxis gibt. Ist es Zufall, dass die Opfer alle Kundinnen waren?

Jens Kerner geht in gewohnt gründlicher, aber auch intuitiver Manier vor (und ist dabei auch nicht davor gefeit, sich in eine Theorie zu verrennen). Doch der Mörder ist ihm immer mindestens einen Schritt voraus. Er ist sogar so dreist, selbst Hinweise für die Polizei zu hinterlassen. Dabei bedient er sich unter anderem der Instagram-Accounts der Opfer.

Zusätzlich zu dem äußerst spannenden Fall, muss Jens Kerner auch die ein oder andere private Herausforderung meistern. Dabei ist nicht so ganz klar, ob die Beziehung zu seinem Bruder oder die gegenseitige Anziehung zwischen Kerner und seiner Kollegin Rebecca Oswald das größere Problem darstellt. Oftmals empfinde ich es als störend, wenn zu viel Privates von den Ermittlern Einzug in einen Krimi oder Thriller hält, doch Andreas Winkelmann schafft den Balanceakt und verbindet beides zu einem stimmigen Ganzen. Der Fokus liegt dabei ganz klar auf dem mörderischen Teil.

Für mich ist „Der Fahrer“ ein sehr gelungener und spannender Thriller, der mich in Atem gehalten hat und mich hoffen lässt, dass das nächste Buch des Autors nicht allzu lange auf sich warten lässt. Ich werde es auf jeden Fall lesen!

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