Freitag, 11. September 2020

Amaris: Mit dem Wind um die Wette

 von Maren Dammann


  • Broschiert: 288 Seiten
  • ISBN-13: 978-3522506878
  • Herausgeber: Planet!; (13. August 2020)
  • Genre: Jugendbuch
  • Leseniveau: 12 +

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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!

 

Alice erfährt von ihrer Adoption und ist völlig verwirrt, als sie kurz darauf tatsächlich ihren Vater kennenlernt, weiß sie nicht, was sie erwartet hat. Doch unverhofft, ist ihr Vater ein sehr netter Mensch, hat einen Pferdehof und sie fühlt sich sehr wohl. Auf einer Auktion trifft sie auf den verwahrlosten Araberhengst, der für sie so viel mehr ist, als nur ein Pferd. Sie spürt eine ganz besondere Verbindung und als sie ihn auf dem Pferdehof ihres Vaters aufpäppeln, wird diese unsichtbare Verbindung noch so viel größer. Doch eine Gefahr droht und zum Glück ist Ben, ein Stallbursche aus Kalifornien, immer in ihrer Nähe und bringt ihr Gefühlsleben ganz schön durcheinander. 

Schon das erste Buch von Maren Damman hat mich total begeistert und so habe ich mich total auf diese neue Pferdegeschichte gefreut.

Beim ersten Kapitel habe ich mir noch gedacht, ok, da ist ganz schön viel reingepackt und es geht irgendwie alles viel zu schnell. Doch ab dem zweiten Kapitel war das auch kein Problem mehr und das Buch nahm einen guten Verlauf.

Alice war für mich ein sympathisches Mädchen, dass mit der Hiobsbotschaft erst zurechtkommen musste und man konnte sie auf diesem Weg durch das Buch begleiten. Einerseits lässt sie sich sehr von ihren Gefühlen leiten und ersteigert mal so eben ein Pferd oder begibt sich auf Verbrecherjagd. Auf der anderen Seite ist sie die beruhigende Person, die ein völlig verwahrlostes und unruhiges Pferd beruhigen kann. Sie ist für mich perfekt für ihr Alter beschrieben und sehr authentisch.

Auch die anderen Charaktere waren liebevoll beschrieben, Oliver, der sich als toller Papa darstellt, Ben, der nach anfänglichen Zickereien mit Alice mehr wird, Erich, der Opa, der ein unnahbarer Ekel ist und Sophie, die sich zu einer besten Freundin entwickelt.

Auch Amaris war ein Hengst, den man sich genau vorstellen konnte, wie er verwahrlost bei Alice ankommt, verstört, verängstigt und sich unter der Pflege und Liebe von Alice zu einem immer kräftigeren und selbstsicheren Pferd wird.

Aber man findet hier nicht nur die Story rund um Amaris und Alice, es gibt viel mehr zu entdecken. Adoption, andere Herkunft, sich selbstfinden, mutig sein, neue Menschen an sich heranlassen und eine spannende Wendung.

All diese Gefühle sind auf jeder Seite so schön beschrieben und man kann sich super in Alice hineinversetzen. Die Verwirrung ihrer Gefühle kann man nachvollziehen und es macht Freude, sie ab ihrer Ankunft zu begleiten.

Die Autorin schafft es, einem von der ersten Seite an, in die Geschichte gleiten zu lassen und durch den flüssigen Schreibstil, sowie den Verlauf des Buches in einen Sog zu ziehen, so dass es schwer ist, das Buch zur Seite zu legen.

Auch dieses Buch ist einfach wunderbar! Alice, die den Weg zu sich selbst findet, Spannung, ein bisschen Liebe und etwas Pferdegeschichte – alles in einem harmonischen Mix! Unbedingte Leseempfehlung für junge Mädels!

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