Samstag, 6. Februar 2021

Mord ist schlecht fürs Karma

Skurril, humorvoll, kurzweilig

von Cidney Cage
 

 

Format: eBook
Verlag: Selfpublishing
Seitenzahl der Printausgabe: 339 Seiten
Genre: Humor/ Krimi 

 

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG) 
Vorab-Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung. 

 

Schlechtes Karma? Nicht schön. Aber seien wir mal ehrlich, Henning hat es zurzeit nicht gerade leicht. Er wird gekündigt, seine Frau will die Scheidung und überhaupt funktioniert außer der Freundschaft zu Achim eigentlich gar nichts. Warum also nicht dem Rat seines Arztes wortwörtlich folgen? „Es gibt zu viele Dinge in ihrem Leben, die sie belasten. Sei es beruflich oder privat. Ihr Job. Ihr Umfeld. Ihre Frau. [..] Sie sollten sich ihrer entledigen.“ (Kapitel eins, S.22) Sicher, Mord wäre schon ein wenig übertrieben, aber es würde fast alle Probleme lösen.

Wie also soll Henning es anstellen? Auftragskiller, selbst zur Tat schreiten? Schnell steht fest: jemanden ins Jenseits zu befördern ist gar nicht so einfach, wie es klingt, und schon bald steckt Henning im tiefsten Schlamassel.

„Mord ist schlecht fürs Karma“ ist genauso wie der Titel klingt: lustig, unterhaltsam, skurril. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht Henning von einer Bredouille zur nächsten, von einem Desaster zum nächsten zu begleiten. Wie gut, dass sein bester (und einziger?) Freund ihm mehrfach unter die Arme greift und auch die eine oder andere neue Bekanntschaft sich als überraschend hilfreich erweist.

Anwalt Dr. Stempfle ist schon eine Marke für sich, aber Hausarzt Lipinski und der Inder Sunjay stehen ihm in nichts nach. Besonders Hennings Begegnung mit Sunjay war wirklich genial.

Henning selbst wirkt vor allem zu Beginn des Buches völlig überfordert und ein wenig wie ein ewiger Loser, auch wenn das objektiv betrachtet gar nicht stimmt. Er hatte bislang einen Job, der gut zu ihm passt, ein Dach über dem Kopf, eine erfolgreiche Frau und einen guten Freund.  Nachdem alles wie ein Kartenhaus über ihm zusammenfällt, braucht Henning eine Weile, bis er herausfindet, wo seine Stärken liegen, doch je gezielter er vorgeht, umso sympathischer wurde er mir – was nicht heißen soll, dass ich ihn zu Beginn nicht gemocht hätte.

Erzählt wird Hennings Geschichte von einem Mann ohne Namen, den wir Leser in Kapitel 0 kurz kennenlernen. Einige Male unterbricht er die Geschichte, äußert ein paar Bemerkungen am Rande und fährt dann weiter fort. Mir hat dieser Erzählstil gut gefallen und ich fand ihn sehr passend.

Die Autorin Cidney Cage lässt ihren Protagonisten von einer skurrilen Situation in die nächste stolpern. Ein paar Mal habe ich zwar gedacht, dass es zu überdreht ist und etwas weniger mehr gewesen wäre, doch die vielen Einfälle der Autorin waren einfach zu großartig, als dass mich das wirklich gestört hätte.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich bestens unterhalten wurde und jedem, dem der Sinn nach einem aberwitzigen und humorvollen Krimi für Zwischendurch steht, nur empfehlen kann, doch mal einen genaueren Blick auf „Mord ist schlecht fürs Karma“ zu werfen.

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