Montag, 29. März 2021

Das hatte ich mir grüner vorgestellt


von Sebastian Lehmann


Herausgeber: Goldmann Verlag (März 2021)
Broschiert: 240 Seiten
ISBN: 9783442316007
Genre: Humor


Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG) 
Vorab-Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung. 

 
 

Sebastian Lehmann ist in Freiburg geboren, lebt allerdings schon lange in Berlin. Die Stadt war für ihn früher großartig und aufregend und ist es heute (vermutlich) immer noch, doch inzwischen empfindet er sie auch immer wieder als zu laut und zu hektisch. Daher haben er und seine Freundin sich auf die Suche nach einem Gartengrundstück gemacht, nicht allzu weit von Berlin entfernt natürlich. Letztlich wurden sie auch fündig – allerdings in Mecklenburg-Vorpommern. Immerhin: ein See in der Nähe, nette Nachbarn, Ruhe und Natur.

Mit der Ruhe ist es jedoch nicht so weit her, da an allen Ecken und Enden viel zu tun ist. Die Unterkunft hat definitiv schon wesentlich bessere Zeiten gesehen und der Garten ist ziemlich verwildert. Neben Giersch und Schnecken bevölkern auch riesige Spinnen das Grundstück.

Gegen Giersch habe ich selbst auch schon gekämpft, aber für mich wären die Spinnen ja ein Grund gewesen, auf der Stelle kehrt zu machen und direkt wieder Richtung Berlin zu verschwinden. Doch Sebastian Lehmann und seine Freundin halten durch und fahren regelmäßig zu ihrer Datsche und versuchen das Beste aus Allem zu machen. Völlige Unkenntnis in Sachen Gärtnern und zwei linke Hände sollen dem Traum von der grünen Wohlfühloase schließlich nicht im Wege stehen.

Sebastian Lehmann erzählt von seinem ersten Jahr im eigenen Garten. In kurzen Kapiteln greift er verschiedene Begebenheiten auf. Seien es Tiere, kleine (oder nicht ganz so kleine) Bäume, die gefällt werden müssen, oder Nachbarn mit guten Ratschlägen.

Manche kennen vielleicht seine Radiokolumnen (z.B. „Elterntelefonate“) oder haben Sebastian Lehmann schon mit einem seiner Soloprogramme live auf der Bühne erlebt. Ich persönlich kenne weder das eine noch das andere, auch seine weiteren Bücher habe ich nicht gelesen. Wenn ich ehrlich bin, wird es für mich auch bei diesem einen Titel bleiben. Es war durchaus kurzweilig und einige Passagen habe ich sogar meinem Mann vorgelesen, trotzdem war es mir auf Dauer zu viel, manchmal zu platt und ich war das ein oder andere Mal versucht quer zu lesen. Kurzum: es ist einfach nicht mein Buch, auch wenn ich überzeugt bin, dass es andere Leser gut unterhalten wird.

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