Montag, 15. März 2021

Der Club der toten Sticker - Patnos Buchbesprechung

Buchdetails: 

Erscheinungsdatum: 23.02.2021

Herausgeber: Haymon Verlag

Buchlänge: 296 Seiten 

ISBN: 9783709979181

Genre: Krimi/ Cosi-Krimi 

Kommissar Seifferheld ermittelt...

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Als ich kürzlich von diesem Männerstickclub hörte, bekam ich eine Gänsehaut. Kopfkino im Ausnahmezustand! Ich sehe gedanklich meinen Mann auf dem Sofa sitzen, umringt von seinen stickenden Kumpels. Die Nadeln stechen geschwind durch den Stoff und die illustre Männerrunde philosophiert dabei über den Steppstich, Vorstich oder Stilstich. 

Doch als ich wortlos den Krimi „Der Club der Toten Sticker“ auf den Tisch lege, kehrt plötzlich Ruhe ein. 

In Schwäbisch Hall treibt ein unheimlicher Täter sein Unwesen. Er befördert gezielt Männersticker mittels einer Präzisionsschleuder ins Jenseits. Alle Opfer haben eine Visitenkarte vom prominentesten Schwäbisch Haller Männersticker - Ex-Kommissar Siggi Seifferheld - bei sich. Dieser gerät unter Mordverdacht. Er muss den Täter aufspüren, um seine Unschuld zu beweisen. 


Tatjana Kruses Crime-Comedy Geschichten sind legendär. Woher nimmt diese Frau bloß ihre verrückten Buchideen? 

Der schräge Titel und das witzige Cover geben einen Ausblick auf die kriminell-komische Lektüre.  

Schon auf den ersten Seiten jagd ein Lacher den nächsten. 

Die liebevollen skurrilen Charaktere wachsen mir schnell ans Herz, allen voran Siggi Seifferheld, der derzeit Strohwitwer ist und von der hübschen jungen Nachbarin umgarnt wird. 

Aber wer will dem Meistersticker an den Kragen? Warum müssen die Clubmitglieder sterben? Die Spannung steigt. Ich tappe völlig im Dunkeln hinsichtlich eines möglichen Tatmotivs. Einige Verdächtige stehen im Raum. Gedanklich spiele ich mögliche Szenarien durch. Doch im finalen Countdown kommt ein Täter auf die Bildfläche, mit dem ich gar nicht gerechnet habe. 

Während des Lesens breitet sich ein Dauergrinsen im Gesicht aus. Tatjana Kruse hat einen köstlichen Humor. Sie bedient sich typischer Klieschees wie z.B. die neugierige alte Nachbarin, die genau protokolliert wer ein und ausgeht. Unterschwellig mischt Gesellschaftskritik und jede Menge Lokalkolorit mit. Zugegeben, Schwäbisch Hall als Tatort ist ungewöhnlich und passt damit perfekt zur Story und den kauzigen Akteuren. 


Unterhaltsames Krimivergnügen - mitreißend, schräg und bissig! 

Gemütsaufheller! Nicht rezeptpflichtig, aber tiefenwirksam in allen Lebenslagen! 

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