Freitag, 4. Juni 2021

Sara auf der Suche nach Normal


 

  • Autor: Wesley King
  • Verlag: Magellan
  • Seitenzahl: 272 Seiten
  • ISBN-13: 978-3734847301
  • Lesealter: 12 - 14 Jahre

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG) 
Vorab-Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.

 

 

 

 

Inhalt:

Eigentlich möchte Sara doch einfach nur von den anderen Kindern akzeptiert werden und nicht immer als „Psycho-Sara“ bezeichnet werden. Aber wie stellt man es an, wenn man nicht „normal“ ist und die Krankenakte eine ganze Anzahl an Krankheitsbildern aufzählt: bipolare Störung, generalisierte Angststörungen, Schizophrenie und Depressionen

Wie wird man also normal und bekommt Freunde? Hilft es wenn man sich an Regeln hält? Sara ist davon überzeugt und möchte sich strikt an ihre Regeln halten, wie z.B.:

Regel 59: Nicht den ganzen Tag auf dem Klo einschließen

Regel 137: Keine Mayonnaise auf Erdnussbutter-Gelee-Sandwiches schmieren

oder auch Regel Nr. 19: Mich mit jemanden anfreunden

Freunde zu finden ist aber nicht einfach, wenn man so gut wie gar nicht spricht und von jedem immer nur angestarrt wird und alle darauf warten, ob man nicht doch wieder einen Anfall bekommt. Als Sara eines Tages die redselige Erin kennenlernt wendet sich das Blatt. Erin, selbst in psychologischer Behandlung, weil sie sich die Haare ausreißt, findet das es gar kein „normal“ gibt und bezeichnet sich und Sara als Sternenkinder – besondere Kinder mit außerirdischer DNS.

Mir Erin kann Sara wieder Dinge tun, die sie sich schon lange nicht mehr getraut hat. Sie redet mit ihr über ihren Schwarm, geht auf eine Geburtstagsfeier und sogar ins Kino. Doch Erin versteckt hinter ihrer fröhlichen Fassade ein schreckliches Geheimnis. Kann Sara ihrer Freundin helfen?

Meinung:

Sara ist ein starkes Mädchen, die versucht mit ihren vielen Krankheiten ein normales Kind zu sein. Das sie in der Schule eine Außenseiterin ist und sogar Einzelunterricht bekommt, hilft ihr da nicht wirklich weiter. Mir tat Sara sehr leid. Sie hat immer versucht sich an ihren selbstaufgestellten Regeln zu halten und mit ihrem Schweigen hat sie versucht sich zu schützen. Als sie dann Erin kennenlernt, gewinnt Sara immer mehr an Stärke und traut sich einiges zu.

Ich habe Sara von Anfang an in mein Herz geschlossen und habe ihr gewünscht, dass sie Freunde findet, die sie so nehmen wie sie ist. Als sie dann mit Erin ins Kino gegangen ist habe ich mich auf der einen Seite wahnsinnig mit ihr gefreut, aber hatte auf der anderen Seite auch wahnsinnig Angst, dass dieser Kinobesuch eine Katastrophe für sie wird. Das sie dann auch noch den Mut findet ihrer Freundin Erin zu helfen fand ich wirklich toll. Ihre Methode war zwar nicht so wirklich meine Vorstellung von Hilfe, aber das hat einfach zu Sara gepasst.

Erin ist eine wundervolle Freundin für Sara. Auch sie tat mir wahnsinnig leid und ich habe richtig mit ihr mitgelitten, wenn sie wieder einmal keinen Ausweg gefunden hat und sich die Haare ausgerissen hat. Was ihr Geheimnis ist, werde ich hier natürlich nicht verraten, aber es hat mich wirklich sehr wütend gemacht.

Toll fand ich auch den Therapeuten der beiden. Er hatte eine tolle Art den Kindern zu helfen, zuzuhören und war mir von Anfang an sehr sympathisch.

Fazit:

Ein sehr gutes Jugendbuch, dass dem Leser verdeutlicht, wie schwierig es ist, mit psychischen Störungen, akzeptiert zu werden.

 

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