Donnerstag, 16. September 2021

Seeing what you see, feeling what you feel

 von Naomi Gibson

  • Herausgeber ‏ : ‎ Planet!; (27. Juli 2021)
  • Broschiert ‏ : ‎ 336 Seiten
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3522507059
  • Lesealter ‏ : ‎ 13 Jahre und älter

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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!

Lydia programmiert seit Jahren ihre eigene KI: Henry. Schon vor dem Tod ihres Bruders, der sie nicht loslässt, ihr Vater sie verlassen hat und ihre beste Freundin zur größten Feindin wird, hat sie sich darin verloren. So entstand Henry, ihr Freund und Liebhaber, auf einem Chip, immer bei ihr. Doch wie weit darf man gehen, bevor man ihn nicht mehr aufhalten kann?

Lyd fühlt sich alleingelassen, ihre Mutter schaut, wenn sie daheim ist, eine Notaufnahmeserie oder putzt das Zimmer ihres verstorbenen Bruders. Lyd nimmt sie nicht wahr und so sitzt diese in ihrem Zimmer im Dachboden zwischen vielen Blättern mit Quellcodes und ihrem PC. Mit ihrem Vater hat sie schon vor dem Unfall begonnen, doch nach dem Unglück ist es für sie eine willkommene Ablenkung. Und Henry wächst und wächst und kann sich auch irgendwann selbst updaten. Als sich Henry immer weiterentwickelt, fangen sie an, zu überlegen, wie er Lyd noch näher sein kann. Doch mit der Idee ihn in einen Chip bei Lyd zu implantieren, fangen die Probleme erst an. Denn ein Agent ist ihr auf der Spur.

Das Buch zeigt auf, was passieren kann, wenn sich ein Programmcode immer weiterentwickelt und jemand Verzweifeltes an dessen Programmierung arbeitet.

Lydia war so verzweifelt auf der Suche nach Nähe, Liebe und Freundschaft, dass sie dafür alles getan hat. Einerseits kann man ihre Verzweiflung verstehen, doch war es teils erschreckend, was alles möglich ist, wie weit ein Programm gehen kann und wie sehr Lyd sich von Henry beeinflussen lässt, weil er ihr, in ihren Augen, einfach gut tut.
In Zeiten von Alexa, Siri und Co wird immer mehr in den privaten Bereich eingegriffen. Auch diese Geräte lernen, doch entscheidet man sich hier eigenständig dafür. In manchen Bereichen sind diese KIs toll, ebenso eine gewisse Überwachung, um beispielsweise Gewalttaten aufzuklären, doch dieses Ausmaß, das Henry an den Tag legt, ist erschreckend.

Den Weg, den Lyd auf sich nimmt, um Henry zu schützen und ihn nicht zu verlieren ist teils wahnhaft und ich war gespannt, wie die Story sich am Ende auflöst. Lange dachte ich, das darf nicht so kommen, doch kam dann noch eine Wendung, mit der ich zufrieden war.

Das Buch liest sich flott und war gerade ab der zweiten Hälfte sehr spannend.

Erschreckende Zukunftsvision, die zeigt, wie KI sich auf das Leben der umgebenden Personen auswirken kann. Spannend geschrieben und toll für junge Leser!

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