Mittwoch, 29. September 2021

Was bleibt, wenn wir sterben: Erfahrungen einer Trauerrednerin

 von Louise Brown

  • Herausgeber ‏ : ‎ Diogenes; 1. Edition (29. September 2021)
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 256 Seiten
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3257071764
  • Genre : Ratgeber 

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Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!
Nach dem Tod ihrer Eltern versucht die Journalistin Louise Brown mit der Trauer zurechtzukommen und wird Trauerrednerin, um anderen zur Seite zu stehen. Ihre Einstellung zum Tod und die Haltung zum Leben verändert sich und so schenkt uns die Autorin ein Buch, das einem zeigt, das Leben zu genießen und den Tod anzunehmen.

Das Buch hat mich schon auf den ersten Seiten zum Nachdenken gebracht. Denn was würde ich zu der Rede an der Beerdigung meiner Eltern beitragen können?

Meine Eltern kenne ich ab meiner Geburt, doch was waren sie vorher für Menschen?

Meine Mutter hat sich klar geäußert, mein Vater schiebt dieses Thema von sich weg. Doch die Autorin hat recht, man muss sich damit auseinandersetzen, denn der Tod gehört zum Leben dazu.

Es ist für viele Menschen problematisch, dieses Thema anzuschneiden, doch unverhofft kommt der Tod eines geliebten Menschen dazwischen und die Trauer, die Ohnmacht und Machtlosigkeit erschlagen einen.

Auch der Autorin ging es ähnlich, denn ihre Eltern sind innerhalb von ein paar Monaten gestorben und im Nachhinein hätte sie manches anders gemacht.

Sie beschreibt, warum sie Trauerrednerin geworden ist, dass sie gerne anderen Menschen in der gleichen Situation unterstützen und helfen wollte.

Das Buch unterteilt sich in drei Teile. Im ersten Abschnitt geht es um die Auseinandersetzung mit dem Tod, danach mit dem Leben mit der Trauer und am Schluss um das Annehmen der Endlichkeit.

Mit den passenden Überschriften, den Anekdoten von Trauerbegleitungen und ihren eigenen Gedanken rund um das Thema, findet man hier zwar keine Kapitel, die ganze Geschichten von Trauernden erzählen, es ist eher eingestreut. Doch taucht man ein, findet sich selbst und beginnt nachzudenken.

Der Schreibstil ist ruhig, philosophisch und mit Sinnsprüchen bekannter Persönlichkeiten bestückt. Sie hat das Buch, für mein Empfinden, auch für ihre eigene Trauerarbeit geschrieben. Doch rüttelt es einen auf, macht sensibler und durch die emotionalen Worte, fängt man an, das Leben zu schätzen, den Tod zu akzeptieren, sich aber auch damit auseinanderzusetzen.

Ein Buch, das wachrüttelt, nachdenken lässt und kleine Geschichten von Trauernden preisgibt. Ruhige Töne, die nicht passender die Themen Tod, Trauer und Endlichkeit beschreiben könnten.

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