Montag, 3. Januar 2022

Ein Rezept fürs Glück

Anstrengende Protagonistin


von Veronica Henry

 
Verlag: ‎Diana Verlag (September 2021)
Taschenbuch: ‎432 Seiten
ISBN:‎ 9783453360549
Genre: Roman

 

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG) 
Vorab-Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.

 

Gerade noch war Laura mit ihrem Leben eigentlich recht zufrieden. Sicher, manches hätte sie sich ein wenig anders gewünscht, doch im Großen und Ganzen hätte sie es weitaus schlechter treffen können. So ist sie zwar ein wenig nervös und macht sich Sorgen, als nun auch ihre jüngste Tochter Willow auszieht, dennoch schmiedet sie bereits Pläne, wie sie das Haus, das plötzlich so groß erscheint, wieder mit Leben füllen kann.

Als sie erfährt, dass ihr Mann eine Affäre hat, zieht ihr das erstmal den Boden unter den Füßen weg. In ihrer Trauer und der Wut sucht sie Trost in einer Kiste alter Familienrezepte, die seit Ewigkeiten nicht nur ihre Familie begeistern…

Veronica Henrys Roman begann völlig anders als erwartet, denn er startet 1942 und nicht in unserer heutigen Zeit. Im ersten Moment hat mich das gestört, da ich nur selten Bücher aus dieser Zeit lese und was das anbelangt ungern überrascht werde, doch letztlich hat mich der Erzählstrang um Jilly weit mehr gefesselt, als der um Laura.

Laura ist Jillys Enkelin und lebt nun in dem Haus, in welchem Jilly damals aufwuchs. Doch während Jilly mir sowohl damals wie heute sympathisch war, ging mir Laura leider immer wieder auf die Nerven und ich wurde nicht mit ihr warm. Auch wenn Laura selbstverständlich verletzt war, kann ich zum Beispiel nicht verstehen, dass sie wochenlang auf stur schaltet und nicht reden will. Ich bin ein Mensch, der viel vom Reden hält. Einfach nichts zu sagen empfinde ich als furchtbar anstrengend – letztlich häufig für beide Seiten. Und gerade Laura ist ein Mensch, der es liebt, von anderen umgeben zu sein und sich um sie zu kümmern. Für mich passte das nicht ganz zusammen.

Doch auch abgesehen von Laura gab es immer wieder Dinge, die ich mich störten. Daher ist es vor allem Veronica Henrys angenehmen Schreibstil zu verdanken, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe. Dieser und der überraschend interessante Rückblick in die Vergangenheit. Auch die jahrzehntelange Freundschaft zwischen Jilly und Yvy wurde wunderbar beschrieben. So eine Freundschaft wünscht man sich selbst.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass es trotz einiger Lichtblicke nicht mein Buch war. Vielleicht werde ich es irgendwann mit einem anderen Titel der Autorin probieren.

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