Samstag, 13. Juni 2026

Schwarzer Samstag


 

Buchdetails: 

Erscheinungsdatum: 15.05.2026 

Herausgeber: Rowohlt Taschenbuch 

Buchlänge: 400 Seiten

ISBN: 9783499018664

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Vermutlich kennen viele von euch den Schwarzen Samstag aus dem Geschichtsunterricht. Wir schreiben den 27. Oktober 1962 und damit den Höhepunkt der Kubakrise. Es war wohl der gefährlichste Moment des Kalten Krieges, der die Welt an den Rand eines Atomkrieges brachte.

In seinem fünften Politthriller beschäftigt sich Ralf Langroth intensiv mit dieser Thematik. Wie schon in den vorangegangenen Büchern mischt er gekonnt historische Fakten mit seiner fiktiven Geschichte.

Erneut integriert er seinen Serienhelden Philipp Gerber, der inzwischen zum Kriminalrat befördert wurde, sowie seine frischgebackene Ehefrau, die Journalistin Eva Herden, die für das Bonner Büro des Spiegels arbeitet, ins Geschehen.

Doch schon kurz nach der Hochzeitsreise überschattet die Kubakrise das junge Glück. In Deutschland wächst die Sorge vor einem Atomschlag. Viele Menschen befürchten einen Einmarsch der Sowjets.

Eva reist für ein Interview mit Fidel Castro nach Havanna, währenddessen jagt Philipp eine Organisation, die Waffen nach Kuba schmuggelt. Seine Spurensuche führt ihn ins Kiezmilieu, und plötzlich erlebt die Bundesrepublik eine der größten innenpolitischen Krisen ihrer Geschichte – die Spiegel-Affäre.

Ich bin ein großer Fan dieser Buchreihe. Die Thriller behandeln abgeschlossene Kriminalfälle und sind unabhängig voneinander lesbar. Wer Philipp Gerber und Eva Herden besser kennenlernen möchte, dem empfehle ich jedoch, mit Band 1 „Die Akte Adenauer“ zu beginnen.

Auch optisch sind die Bücher mit ihren glänzenden Covern echte Hingucker.

Ich finde es immer wieder spannend, wie der Autor Meilensteine der deutschen Nachkriegsgeschichte unterhaltsam in eine Thrillerhandlung verpackt. Er erzählt lebendig und mitreißend. Von der ersten Seite an bin ich mitten im Geschehen und kann mich gedanklich in die damalige Zeit hineinversetzen. Es fällt mir schwer, das Buch zwischendurch aus den Händen zu legen.

Ich bin ein Kind des Ostens und fand daher die Ereignisse rund um das erste offizielle Urlauberschiff „Völkerfreundschaft“ besonders interessant.

Philipp und Eva sind starke Serienhelden. Die beiden sind mir inzwischen vertraut, und ich fiebere bei jedem neuen Fall mit ihnen mit. Auch die Nebenfiguren brillieren in ihren Rollen, allen voran Erwin Sattler und Freder Guthmann.

Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse in einem nervenaufreibenden Finale.

Im Nachwort geht Ralf Langroth noch einmal auf die tatsächlichen historischen Ereignisse ein.

Wer historische Thriller mit authentischem Zeitkolorit, starken Figuren und realen Ereignissen schätzt, sollte sich „Schwarzer Samstag“ nicht entgehen lassen.


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