ISBN : 9783734113222
Taschenbuch : 320 Seiten
Verlag : Blanvalet
Erscheinungsdatum : 23.09.2026
Genre : Liebe
Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
London im Weihnachtsglanz – gemütlich, aber nicht ganz rund
„Es fühlt sich einfach perfekt an. Als hätte ich endlich ein Zuhause gefunden.“ (S. 91)
Als Emmi nach dem Besuch ihrer Eltern in Tokio nach Hause kommt, warten zwei Briefe auf sie: Im Ersten beendet ihr Freund Tim nach vier Jahren die Beziehung, weil Emmi für drei Monate nach Paris gehen wird. Und dann behauptet eine Amanda Green aus London in einem zweiten Brief, Emmis leibliche Mutter zu sein. Völlig überrumpelt steigt Emmi kurzerhand in den nächsten Flieger nach London.
Dort erfährt sie, dass Amanda mit gerade einmal 15 Jahren schwanger wurde und ihre Tochter damals zur Adoption freigeben musste. Außerdem haben Amanda und ihr Mann William vor einem halben Jahrein kleines Boutique-Hotel gekauft. Doch dann starb William völlig überraschend vor einem Vierteljahr, und Amanda weiß nicht, wie es mit dem Hotel weitergehen soll. Emmi ist gelernte Köchin und beschließt kurzerhand, ihr zu helfen und das Hotel gemeinsam mit ihr zu eröffnen.
Mit Unterstützung von Nachbarn und Bekannten laufen die Vorbereitungen zunächst ganz gut. Allerdings tauchen bis zur Eröffnung immer neue Probleme auf. Und dann ist da auch noch Brandon, der die Website für das Hotel gestalten soll und Emmis Herz gehörig zum Klingen bringt. Im kleinen Boutique-Hotel aus dem 17. Jahrhundert scheint sie schließlich genau das zu finden, was ihr bisher gefehlt hat: ein Zuhause und eine Aufgabe.
„Winterfunkeln in London“ ist eine wirklich bezaubernde Weihnachtsgeschichte, die viel vom Flair des winterlichen Londons vermittelt. Dazu kommen bekannte Filme und typische Weihnachtsmomente, die für eine gemütliche Atmosphäre sorgen.
Emmi hatte das ständige Umziehen mit ihren (Adoptiv-)Eltern irgendwann satt und sich in Deutschland bewusst ein eigenes Leben aufgebaut. Dass Tim sie ausgerechnet wegen ihres geplanten Aufenthalts in Paris verlässt, trifft sie daher besonders hart. In Amandas The Landerville findet sie überraschend eine neue Heimat – und vor allem eine Aufgabe, die sie fordert. Das alte Hotel hat jede Menge Charme, klemmt allerdings auch an allen Ecken und Enden. Bis zur Eröffnung geht deshalb so einiges schief.
Hier war mir die Geschichte allerdings manchmal etwas zu glatt. Viele der auftauchenden Probleme lösen sich erstaunlich schnell und teilweise eher zufällig. Auch ein paar Wiederholungen und kleinere Widersprüche haben meinen Lesefluss gestört. Dadurch wirkte manches für mich etwas konstruiert und hätte gerne ein wenig mehr Tiefe vertragen.
Trotzdem ist der Roman flüssig und leicht zu lesen und verbreitet genau die gemütliche Weihnachtsstimmung, die man sich von einer solchen Geschichte wünscht. Besonders das winterliche London und das charmante alte Hotel haben mir gefallen.
Eine schöne, unkomplizierte Weihnachtsgeschichte für gemütliche Lesestunden – für mich allerdings mit ein paar kleinen Schwächen. Daher 3 Sterne.

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