Mittwoch, 28. Februar 2018

Erobertes Normannenherz

Schöne Liebesgeschichte




von Altena Altenburg


Taschenbuch: 285 Seiten
Verlag: Tomfloor Verlag (Februar 2018)
ISBN: 9783981851939
Genre: Historischer Liebesroman

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Leseexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.





Nachdem Herzog Wilhelm, der als Wilhelm, der Eroberer in die Geschichte eigegangen ist, König Harold bei der Schlacht um Hastings besiegt hat, herrscht im ganzen Land Aufruhr. Kriegerische Auseinandersetzungen und politische Machtkämpfe sind an der Tagesordnung. Die normannischen Eroberer scheinen oft nicht zimperlich und repräsentieren für viele Angelsachsen das Feindbild schlechthin.

Auch für Adeliza verkörpern die Normannen alles Böse, obwohl sie bei einem Sturz ihr Gedächtnis verloren hat und sie sich nicht einmal an ihren eigenen Namen erinnern kann. Als sie dem normannischen Soldaten Conan in die Hände fällt, ist Flucht zunächst ihr oberstes Ziel. Umgekehrt weiß auch Conan nicht so recht, was er von Adeliza halten soll, doch sie fasziniert ihn und er ist keinesfalls gewillt, sie einfach so gehen zu lassen.

Mit „Erobertes Normannenherz“ habe ich mich seit längerem mal wieder an einen historischen Roman gewagt. Wie schon der Titel vermuten lässt, ist das historische Setting jedoch eher zweitrangig, die Liebesgeschichte zwischen Adeliza und Conan steht im Vordergrund. Für Fans des Genres steckt vielleicht zu wenig Historie in dem Roman, für mich war es eher ein Pluspunkt.

Adeliza ist eine sympathische Protagonistin, sie ist mutig und trotz ihres fehlenden Gedächtnisses fest entschlossen sich nicht unterkriegen zu lassen und vor allem herauszufinden, wer sie eigentlich ist. Sie ist offen, warmherzig und bereit ihre Einstellung den Normannen gegenüber zu relativieren, nachdem sie feststellen muss, dass nicht alle die herzlosen und unbarmherzigen Barbaren sind, für die sie sie hielt.

Als Held der Geschichte ist Conan natürlich ebenso wenig ein gnadenloser Soldat, der einfach nur streng seine Befehle befolgt. Er ist intelligent, gerecht und von Beginn an an Adelizas Wohlergehen interessiert.

Dass sich die beiden in einander verlieben war natürlich absehbar, dennoch hat es Spaß gemacht zu erleben, wie sich die beiden immer weiter annähern. Dazu hat nicht zuletzt der angenehme Schreibstil der Autorin beigetragen. Gekonnt erzählt sie Adelizas Geschichte und bettet sie in die Kriegswirren des Jahres 1066. Auch wenn die geschichtlichen Ereignisse nicht im Vordergrund stehen, die Autorin scheint gut recherchiert zu haben, soweit ich es beurteilen kann.

Mir hat dieser nicht allzu historische Liebesroman gut gefallen und ich würde mich freuen, noch mehr aus der Feder von Altena Altenburg zu lesen.

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