Donnerstag, 1. März 2018

Beneath the scars

Konnte mich nicht überzeugen



von Melanie Morland


Format: Ebook
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 311 Seiten
Verlag: LYX.digital (Februar 2018)
Genre: Liebesroman

Werbung (gemäß §2 Nr.5 TMG)
Vorab Hinweis: Zwar wurde mir ein kostenloses Leseexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung.






Zachery Adams lebt zurückgezogen an der der rauen Küste von Maine. Bei einem traumatischen Unfall trug er zahlreiche Narben davon, seitdem meidet er die Öffentlichkeit so gut es geht. Auch Megan möchte er so weit wie möglich auf Abstand halten, als er sie zufällig am Strand trifft.

Megan hat sich ebenfalls an die malerische Küste geflüchtet, wo sie eine Weile in dem Sommerhaus einer Freundin verbringen will, um das Chaos in ihrem Leben zu ordnen. Ihr unnahbarer Nachbar-auf-Zeit fasziniert sie, umso mehr als sie ein von ihm erschaffenes Gemälde in einer kleinen Galerie entdeckt. Es berührt sie tief im Innern. Doch Zachery lässt sie mehr als unfreundlich abblitzen, will er doch einfach nur seine Ruhe…

Die Buchbeschreibung hat mich neugierig gemacht und ich habe mich sehr gefreut, als ich über Netgalley ein Rezensionsexemplar erhalten habe und das Buch endlich auf meinem Reader gelandet war. Leider lies die Begeisterung schnell nach, denn die Geschichte entpuppte sich als allzu vorhersehbar und die beiden Protagonisten gingen mir zwischendurch gehörig auf die Nerven. Vor allem aber hat mich Zacherys Reaktion auf Megan gestört. Während ich ohne Weiteres nachvollziehen konnte, weshalb er sich in die selbst gewählte Einsamkeit zurückgezogen hat, war es umso unglaubwürdiger, dass er – von regelmäßigen Stimmungsumschwüngen einmal abgesehen – innerhalb kurzer Zeit solch eine Kehrtwendung in seinem Verhalten an den Tag legt. Seine Stimmung schwankte den Großteil des Buches zwischen „ich liebe sie“ und „ich kann mich auf keinen Menschen einlassen“ hin und her. Demzufolge war auch die Geschichte zwischen Zac und Megan ein ewiges Hin und Her, da sie immer wieder alles mitgemacht hat, egal wie gemein Zac sich zwischenzeitlich aufführte. Auch die intimen Szenen zwischen den beiden konnten mich nicht wirklich berühren, da war einfach kein Prickeln zu spüren. 

Nachdem ich das Buch beendet habe, denke ich, dass viel Potential verschenkt wurde. Melanie Morlands Schreibstil liest sich sehr angenehm und sie hat es geschafft, dass ich das Gefühl hatte, ebenfalls an der Küste von Maine zu sein. Die Hintergründe ihrer Protagonisten waren durchdacht und es gab einige sympathische Nebenfiguren. Da hätte man viel mehr raus machen können. So ist es eine Geschichte, die sich zwar schnell lesen lies, mir aber kaum länger im Gedächtnis bleiben wird. Schade.

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